Deutsche wollen die Wertstofftonne

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Berlin - Dreiviertel der Deutschen können sich mit einer Wertstofftonne anfreunden, wenn durch Wiederverwertung von Müll mehr Rohstoffe gewonnen werden können. Das ergab eine Umfrage.

Die Deutschen können sich mit einer Wertstofftonne anfreunden, wenn durch Wiederverwertung von Müll mehr Rohstoffe gewonnen werden können. 78 Prozent der Deutschen halten einer Forsa-Umfrage zufolge die Einführung einer solchen Tonne für sinnvoll. In dieser könnten neben Verpackungen auch Kunststoffe und Metallgegenstände aus dem Haushalt entsorgt werden. 19 Prozent lehnen eine solche Tonne ab.

Die Umfrage war vom Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) in Auftrag gegeben worden, der am Freitag in Berlin sein 50-jähriges Bestehen feierte.

Die Bundesregierung will 2012 mit einem Wertstoffgesetz den Weg freimachen für die bundesweite Einführung einer Wertstofftonne, in der auch Müll entsorgt werden könnte, der bisher in die gelbe Tonne oder den gelben Sack geworfen wird. Laut Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft könnten bis zum Jahr 2015 aus Müll Sekundärrohstoffe im Wert von bis zu 18 Milliarden Euro gewonnen werden. Derzeit sind es bereits mehr als 9 Milliarden Euro.

Daher kämpfen private Entsorger und die Kommunen erbittert um den Zugriff auf die immer wertvolleren Rohstoffe, die im Müll schlummern. Private Entsorger betonen, dass sie den Großteil der hochmodernen Recyclinganlagen in Deutschland aufgebaut haben und daher in diesem Bereich über das beste Knowhow verfügen.

Jeder zweite Befragte befürchtet der Umfrage zufolge, dass die Versorgung mit Rohstoffen wie Metallen oder seltenen Erden künftig gefährdet sein könnte. 87 Prozent der Bürger sind daher der Meinung, dass Abfälle so weit wie möglich recycelt und wiederverwertet werden sollten. Lediglich 10 Prozent der Befragten sprechen sich für die Verbrennung von Müll aus.

BDE-Präsident Peter Kurth sagte mit Blick auf die wachsende Zustimmung zur Wertstofftonne im Vergleich zu früheren Umfragen: “Immer mehr Bürgerinnen und Bürger wollen einen persönlichen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz leisten.“ Dieser lasse sich am besten durch aktive Mülltrennung an der Haustür erbringen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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