Ecclestone will aussagen - aber nicht ins Gefängnis

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Bernie Eccleston

Neu-Delhi - Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat seine Bereitschaft zu einer Aussage in der Schmiergeld-Affäre bestätigt. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe kommentiert er aber wie gewohnt in ironisch-flapsiger Art.

„Das hoffe ich nicht, wirklich nicht“, antwortete er auf die Frage der Press Association, ob er in Deutschland ins Gefängnis müsse: „Ich will mich nicht über deutsche Gefängnisse beschweren, aber um ehrlich zu sein, will ich auch nicht in einem sitzen müssen.“

Vor Gericht wolle er aber bei der Staatsanwaltschaft München aussagen, „absolut“, so der 81-Jährige, der damit eine Anklage verhindern will. „Ich wurde bereits zweimal erpresst“, erklärte er: „Ein drittes Mal brauche ich das nicht. Ich mache mir keine Sorgen, ich bin nur verärgert über all den Unsinn, mit dem ich mich deswegen beschäftigen muss.“

Die Forderung von Bayerns Landesbank über mehr als 400 Millionen Dollar Schadenersatz sieht der Brite angeblich ebenfalls gelassen. „Sie haben unsere Anwälte in Deutschland gefragt, ob sie ihre 400 Millionen zurückhaben können“, sagte er: „Ich habe darauf nicht geantwortet. Dafür gibt es auch keinen Grund. Sie werden klagen. Wenn sie gewinnen, bekommen sie ihr Geld. Wenn sie verlieren, wird sie das einiges kosten. Das ist alles.“

Die BayernLB argumentiert, sie sei um die Summe geschädigt worden sein, als sie Ende 2005 ihre Anteile an der Rennserie verkaufte. „Ich habe die Anteile für die Bank verkauft. Sie haben sie nicht losbekommen. Sechs Leute haben sich das angesehen, aber niemand wollte es kaufen“, meinte Ecclestone: „Ich habe ihnen den Ärger erspart und dafür habe ich jetzt selbst Ärger. Manchmal läuft es so im Leben.“

SID

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