Fusion könnte verhindert werden

Edeka und Tengelmann erwägen Klage

+

Berlin - Die Supermarktketten Edeka und Kaiser's Tengelmann haben einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge in ihrem Kaufvertrag vereinbart zu klagen, sollte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ihnen die Ministererlaubnis zur Fusion verweigern.

Dies hätten mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen bestätigt, berichtete das Blatt am Mittwoch. Tengelmann und Edeka wollten sich dazu auf Nachfrage des "Handelsblatts" nicht äußern. Die Unternehmensgruppe Tengelmann will aus dem Supermarktgeschäft aussteigen und rund 450 Filialen in Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen an den Edeka-Verbund verkaufen. Das Kartellamt untersagte die Übernahme. Daher beantragten die Unternehmen eine Ministererlaubnis. Die Monopolkommission riet Minister Gabriel, diese Erlaubnis nicht zu erteilen - es gebe keine Gemeinwohlvorteile der Übernahme. Im Kaufvertrag von Tengelmann und Edeka steht laut "Handelsblatt", dass beide Parteien gemeinsam juristische Mittel ergreifen, falls Gabriel die Ministererlaubnis nicht erteilt.

AFP

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser