Fünf Jahre nach Müller-Skandal

Ekelfunde auch bei Münchner Bäckereien

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Wieder haben Verbraucherschützer hygienische Mängel bei Großbäckerei aufgedeckt.

Fünf Jahre nach dem Müller-Skandal bahnt sich ein neues Unheil für die Bäckereien an. Die Organisation Foodwatch hat Käfer, Mäusekot und Schabenbefall auch bei Bäckern in München gefunden.

München – Fünf Jahre nach den Ekelfunden bei der Großbäckerei Müller, die zur Schließung des Betriebs führten, gibt es erneut Berichte über unhaltbare Zustände in Großbäckereien. Die Verbraucherschutzorganisation „Foodwatch“ geht beim ARD-Report am Montag damit an die Öffentlichkeit und will einen Report „Bayerisches Brot“ über „ekelerregende Zustände in mehreren bayerischen Großbäckereien“ vorstellen. Nach Medienberichten gibt es Beanstandungen bei acht Großbäckereien, zu denen sich Foodwatch Untersuchungsberichte vor Gericht erstritten hatte.

Unter anderem sollen auch bei der „Landbäckerei Ihle“ Fremdkörper gefunden worden sein, so zum Beispiel Käfer, Mäusekot und Schabenbefall, den Prüfer im Juni 2014 reklamierten. Ihle erklärte, die Mängel seien inzwischen abgestellt. Auch Berichte über den Fund eines Plastikstreifens sowie eines Metallspans in Backwaren alarmierten die Prüfer. In einer Großbäckerei in Erlangen wurden 2014 Glassplitter und Kotspuren entdeckt.

„Foodwatch“ kritisiert vor allem, dass die Kontrollberichte unter Verschluss gehalten werden – und das, obwohl Behörden nach dem Lebensmittel-Gesetzbuch dazu verpflichtet seien, Namen von Betrieben mit Beanstandungen zu veröffentlichen. Nicht nur in Bayern, sondern bundesweit gebe es dieses Problem. Bayerns Verbraucherschutzministerium hatte am Sonntag angekündigt, Großbäcker in einer Sonderkontrolle erneut unter die Lupe zu nehmen.

mm

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