Weitere Finanzhilfen

EU: Einigung mit Athen in nächsten Monaten möglich

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Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte eine einmalige Sonderzahlung an die Rentner des Landes veranlasst. Foto: Jörg Carstensen

Athen/Brüssel (dpa) - Trotz Kritik an griechischen Sonderzahlungen an Rentner geht EU-Vizekommissionspräsident Valdis Dombrovskis davon aus, dass der Weg für weitere Finanzhilfen an Athen bald frei sein dürfte.

Die nötige Überprüfung der Reformen in Griechenland müsste in den kommenden Monaten abgeschlossen werden. Allerdings sei die Aktion "Sonderzahlung" von Ministerpräsident Alexis Tsipras "überflüssig und unnütz" gewesen, stellte Dombrovskis in der Athener Zeitung "Kathimerini" klar.

"Ich würde die Situation sicher nicht als Sackgasse bezeichnen, aber sie ist sicher turbulenter als noch vor wenigen Wochen, als wir glaubten, dass wir uns in diesen Tagen auf technischer Ebene einigen werden", sagte Dombrovskis dem Blatt. Auch die Diskussion über die künftige Teilnahme des Internationalen Währungsfonds (IWF) am griechischen Rettungsprogramm sieht er nicht so dramatisch: "Die unterschiedlichen Auffassungen zwischen der EU, Griechenland und dem IWF sind nicht so groß, wie sie auf den Titelblättern der Zeitungen erscheinen. Sie können überbrückt werden."

Das hoch verschuldete Griechenland muss weiterhin umfassende Reformen durchführen, um von seinen internationalen Gläubigern Hilfsgelder zu erhalten. Derzeit steht die Reform des Arbeitsmarktes an. Dass Ministerpräsident Tsipras in der vergangenen Woche ohne Absprache mit den Gläubigern eine einmalige Sonderzahlung an die Rentner des Landes veranlasst hatte, war scharf kritisiert worden - vor allem in Berlin.

Berichterstattung der "Kathimerini"

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