Ende der Rezession

Euroländer kaufen wieder mehr aus Deutschland ein

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Besonders die deutsche Autoindustrie profitiert vom Außenhandel.

Wiesbaden - Das Ende der Rezession im Euroraum macht sich allmählich auch bei den deutschen Exporteuren bemerkbar: Erstmals kaufen die Euroländer wieder mehr Waren aus Deutschland.

Im dritten Quartal zogen die Ausfuhren in die Partnerländer im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent auf 97,8 Milliarden Euro an, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete. Das war das erste Quartalsplus im Vorjahresvergleich seit Ende 2011. In den ersten neun Monaten des Jahres bleibt aber ein Minus von 1,8 Prozent auf 301,3 Milliarden Euro.

Das Geschäft mit Deutschlands wichtigstem Handelspartner Frankreich entwickelte sich auch im Herbst schwach: Die Franzosen gaben 1,9 Prozent weniger für deutsche Waren aus als im dritten Quartal des Vorjahres. Auch mit anderen EU-Partnern gingen die Exporte in den ersten neun Monaten zurück, im dritten Quartal war die Entwicklung jedoch überwiegend positiv. Dieser Trend zeigt sich im Falle von Italien besonders deutlich. Die deutschen Ausfuhren sanken in den ersten neun Monaten noch um 4,7 Prozent, im dritten Quartal erreichten sie aber wieder ein kleines Plus von 0,2 Prozent.

Insgesamt verringerten sich die deutschen Ausfuhren im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozent auf 272,6 Milliarden Euro. Von Januar bis September sanken die Exporte um 0,9 Prozent auf 817,9 Milliarden Euro. Die Gesamteinfuhren gingen in den ersten neun Monaten um 1,4 Prozent auf 670,2 Milliarden Euro zurück.

dpa

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