Ende April soll es so weit sein

Evonik-Eigner planen "kleinen Börsengang"

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Das Logo des Chemiekonzerns Evonik leuchtet an der Zentrale in Essen (Archivbild).

Essen - Schon mehrmals hatten die Evonik-Eigentümer den geplanten Börsengang verschoben. In gut zwei Monaten soll es jetzt klappen - allerdings soll nur ein kleiner Teil an die Börse.

Der Essener Chemiekonzern Evonik soll nach übereinstimmenden Medienberichten Ende April an die Börse. Wie die „Rheinische Post“ (RP), die Zeitungen der WAZ-Gruppe und das „Handelsblatt“ am Donnerstag vorab berichteten, wollen die Eigentümer RAG-Stiftung und der Finanzinvestor CVC bis dahin insgesamt zehn Prozent der Aktien verkaufen. Dann solle die Aktie an der Frankfurter Börse gelistet werden, berichtete die RP.

Mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ werde man bis dahin den sogenannten Streubesitz von zehn Prozent der Aktien für den Handel erreicht haben, heißt es einem der WAZ vorliegenden Schreiben des Vorstands der RAG-Stiftung an das Kuratorium der Stiftung. Laut „Handelsblatt“ bewirbt sich die Deutsche Bank als federführende Investmentbank für das sogenannte Listing. Die Stiftung war am Abend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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Die Eigentümer hatten zuletzt im Sommer 2012 versucht, Evonik-Anteile an die Börse zu bringen, hatten den Börsengang wegen der schlechten Verfassung der Kapitalmärkte aber absagen müssen. Der genaue Umfang der Anteil, der damals an die Börse sollte, wurde offiziell nicht bekannt. Mehrfach war damals von einem Drittel der Anteile die Rede.

Die RP berichtete unter Berufung auf Kuratoriums-Kreise, dass die Käufer nun bereit seien, für die Evonik-Aktien einen Preis zu zahlen, der die gute Börsen-Entwicklung der vergangenen Monate widerspiegele.

Laut den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe geben die Gesellschafter RAG-Stiftung (74,99 Prozent) und der Finanzinvestor CVC (25,01 Prozent) jeweils 3,5 Prozent an institutionelle Investoren wie Investmentfonds, Banken oder Versicherungen ab. Für eine Aktiennotierung an der Börse wollen die Eigentümer weitere drei Prozent Privatanlegern über Banken anbieten, hieß es. Aus dem Vorstandsschreiben gehe hervor, dass seit der ersten Februarwoche bereits Anteile im Wert von 550 Millionen Euro verkauft worden seien. Damit sei schon etwa die Hälfte der geplanten sieben Prozent platziert.

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Dem Vernehmen nach liegt der Wert des gesamten Unternehmens nun jenseits von 14 Milliarden Euro, so die WAZ weiter. Dies sei deutlich mehr als im Frühsommer 2012, als das Unternehmen mit insgesamt rund 11,5 Milliarden Euro bewertet worden sei.

Die RAG-Stiftung steuert den schrittweisen und für die Mitarbeiter sozialverträglichen Ausstieg aus dem deutschen Steinkohlebergbau. Die Stiftung erwirtschaftet aus Evonik-Dividenden und einem geplanten Börsengang des Unternehmens Erträge für die sogenannten Ewigkeitslasten der Kohleförderung. Dabei geht es vor allem um das dauerhafte Abpumpen von Wasser aus den mehreren tausend Stollen unter dem Ruhr- und Saargebiet.

dpa

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