Ex-Minister Faltlhauser: Provision für Ecclestone war unbekannt

+
Der ehemalige bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) betritt am Mittwoch  im Landgericht München I den Gerichtssaal.

München - Dem Verwaltungsrat der Bayerischen Landesbank war die Zahlung einer Millionenprovision an den Formel-1-Chef Bernie Ecclestone beim Verkauf der Rennserie nicht bekannt.

“Wir wurden von einer Vermittlungsprovision weder mündlich noch schriftlich informiert“, sagte der ehemalige bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser am Mittwoch im Schmiergeldprozess gegen den ehemaligen Bankvorstand Gerhard Gribkowsky. Der Verwaltungsrat habe lediglich die Nettoverkaufssumme erfahren. Faltlhauser war in seiner Funktion als Minister einer der Chefkontrolleure der BayernLB.

Ecclestone hatte eine Provision von 40 Millionen Dollar für sein Wohlwollen beim Verkauf der BayernLB-Anteile an der Formel 1 an die Beteiligungsgesellschaft CVC verlangt und auch erhalten. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft kassierte Gribkowsky wiederum 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld vom Chef der Rennserie. Er habe der Bank einen massiven finanziellen Schaden zugefügt. Seit Montag vergangener Woche muss sich der 53-Jährige deshalb wegen Untreue und Bestechlichkeit vor Gericht verantworten. Gribkowsky schwieg bislang zu den Vorwürfen.

dpa

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser