Fackelmann: Produktion kommt aus China zurück

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Alexander Fackelmann, Geschäftsführer der Fackelmann GmbH und Co KG, zeigt eine Auswahl aus dem Verkaufssortiment.

Hersbruck - Der Haushaltswaren- und Badmöbelherstellers Alexander Fackelmann glaubt, dass die deutsche Wirtschaft ihre Produktion wieder nach Deutschland verlegen wird. Die Vorteile liegen für ihn klar auf der Hand.

Nach Einschätzung des Haushaltswaren- und Badmöbelherstellers Alexander Fackelmann wird die deutsche Wirtschaft ihre Produktion vermehrt aus China zurückholen. “Der Markt hat einen dazu gezwungen, um zu überleben“, sagte Fackelmann am Mittwochabend in Hersbruck. “Jetzt dreht sich das Rad der Geschichte wieder zurück.“ Vor allem wegen der steigenden Lohn- und Transportkosten lohne sich die ohnehin unflexiblere Produktion in China immer weniger.

Schon heute produziert Fackelmann sämtliche Badezimmermöbel sowie die Kuchenformen der Marke Zenker in Deutschland. Bei den Haushaltshelfern betrage der Anteil etwa ein Drittel, sagte Fackelmann. In fünf Jahren werde es voraussichtlich mehr als die Hälfte sein. Die Fackelmann GmbH & Co. KG investiert derzeit 5,56 Millionen Euro in ein neues Zentrallager am Stammsitz im fränkischen Hersbruck.

Neue Niederlassungen im Ausland geplant

Die Geschäfte laufen gut: Der Umsatz des Familienunternehmens stieg im vergangenen Jahr währungsbereinigt um 7 Prozent auf 289 Millionen Euro und setzte damit den kontinuierlichen Wachstumskurs fort. Am schnellsten kletterten die Erlöse mit 35 Prozent in China. In Deutschland, wo knapp ein Drittel des Umsatzes gemacht wird, stand ein Plus von 7 Prozent zu Buche. Der Gewinn sei solide, sagte Fackelmann. Weltweit beschäftigt die Firma in 36 Niederlassungen 4500 Mitarbeiter, davon 750 in Deutschland.

Auch im kommenden Jahr soll es weiter aufwärtsgehen, die Drei-Hundert-Millionen-Marke soll auch ohne Zukäufe erreicht werden. Nach einem Plus von acht Prozent erwartet Fackelmann in diesem Jahr auch bei den Badmöbeln einen weiteren Schub; sie werden nun zusätzlich von der fortgeführten KüchenQuelle vertrieben. Zudem sollen der Markteinstieg in Indien ausgeweitet und neue Niederlassungen in Brasilien und Bosnien-Herzegowina eröffnet werden.

dpa

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