Beschäftigungssteigerung

Familienunternehmen bieten besonders viele neue Stellen an

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Mestemacher-Gesellschafterin Ulrike Detmers und Betriebsleiter Maik Detmers in ihrer Großbäckerei in Gütersloh. Foto: Bernd Thissen

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gibt es auch die meisten Familienunternehmen. Mau sieht es dagegen in Ostdeutschland aus.

Frankfurt/Main (dpa) - Deutschlands große Familienunternehmen haben einer Studie zufolge in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich viele Arbeitsplätze geschaffen.

Die etwa 4700 größten Firmen in Familienhand stellten von 2012 bis 2015 rund sieben Prozent mehr Mitarbeiter ein, wie aus einer Untersuchung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutschen Bank hervorgeht. Die Unternehmen in Deutschland insgesamt steigerten die Zahl ihrer Beschäftigten in diesem Zeitraum lediglich um knapp über fünf Prozent.

"Familienunternehmen sind wichtige Beschäftigungsmotoren in Deutschland", erklärte Hans-Toni Junius, Vorsitzender des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses. Besonders viele neue Jobs entstanden den Angaben zufolge zuletzt in der Industrie (plus 3,7 Prozent). Im Handel gab es 2015 dagegen einen Rückgang von geschätzt 1,3 Prozent.

Die meisten Familienunternehmen mit einem Umsatz von mindestens 50 Millionen Euro haben laut Analyse ihren Sitz im bevölkerungsreichsten Bundesland. 1195 Firmen zählt Nordrhein-Westfalen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Bayern mit 914 und Baden-Württemberg mit 830 großen Familienunternehmen. Insgesamt sind mehr als sechs von zehn der Firmen in einem der drei Bundesländer ansässig.

Gemessen an der Einwohnerzahl liegt Hamburg an der Spitze: Pro einhunderttausend Bewohner gibt es in der Hansestadt rund elf große Familienunternehmen. Rang zwei und drei belegen Bremen und Baden-Württemberg.

Mau sieht es dagegen Ostdeutschland aus: Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt kommen jeweils nur auf einen Anteil von weniger als einem Prozent an allen großen deutschen Familienunternehmen. In Sachsen sind es 1,5 Prozent. Auch in Relation zur Bevölkerung liegen diese fünf Bundesländer am Ende der Skala.

"Dies ist vor allem eine Spätfolge davon, dass es vor der Wiedervereinigung kaum Möglichkeiten für privatwirtschaftliche Aktivitäten gab", erläuterte Stefan Bender, Leiter Firmenkunden Deutschland bei der Deutschen Bank.

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