Monopolstellung?

Fernbusmarkt: Kartellamt nimmt Flixbus ins Visier

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Ein Bus des Unternehmens Flixbus.

Flixbus hat in den vergangenen Jahren mehrere Mitbewerber auf - und hat damit die Aufmerksamkeit des Bundeskartellamtes auf sich gezogen. Das könnte nun zu einem Problem werden.

Das Bundeskartellamt blickt mit Sorge auf den von Flixbus dominierten Markt der Fernbusreisen. Flixbus habe in den vergangenen zwei Jahren mehrere Wettbewerber aufgekauft und sich damit "in kürzester Zeit zum einzigen großen Fernbuslinienanbieter in Deutschland entwickelt", sagte Behördenpräsident Andreas Mundt dem "Focus" laut Vorabbericht vom Freitag. Es gebe "jederzeit die Möglichkeit einzuschreiten, wenn sich marktbeherrschende Unternehmen missbräuchlich verhalten".

Flixbus war 2013 nach der Liberalisierung des Fernbusmarkts gestartet und bietet nach eigenen Angaben mittlerweile jeden Tag 100.000 Verbindungen zu 1000 Zielen in 20 Ländern an. Das Unternehmen fusionierte Anfang 2015 mit MeinFernbus und dominiert seitdem das Geschäft in Deutschland. Im vergangenen Jahr übernahm Flixbus den Postbus.

Der Marktanteil von Flixbus wächst seit Langem. Er stieg nach Angaben des Marktforschungsinstituts Iges im Frühjahr weiter und liegt inzwischen bei knapp 92 Prozent. Andere Anbieter haben kaum Bedeutung. Auf Platz zwei folgt DeinBus mit 1,6 Prozent Marktanteil, vor RegioJet des tschechischen Anbieters Student Agency mit 1,3 Prozent.

AFP

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