Flexibilität wichtig für Führungskräfte

Die Salden des Wirtschaftsbarometers ergeben sich aus dem Prozentsatz der Antworten Haben alle Befragten mit "schlecht" geantwortet, so folgt daraus der untere Grenzwert -100. Haben alle mit "gut"/"besser" geantwortet, so folgt daraus +100. Foto re

Rosenheim/Landkreis - Das von der Fakultät für Betriebswirtschaft an der Hochschule Rosenheim seit sieben Jahren monatlich erstellte Wirtschaftsbarometer erbrachte im vergangenen Monat erfreuliche Ergebnisse.

Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage durch die 170 teilnehmenden Unternehmen aus Stadt und Landkreis Rosenheim erreichte erneut einen sehr guten Wert von plus 42,7.

Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate waren zwar mit positiven 14,3 leicht rückläufig, aber doch von vorsichtigem Optimismus geprägt. Erneut lagen die Werte in Rosenheim deutlich günstiger als die vergleichbaren des ifo-Institutes für Deutschland. Dort erreichte die Lageeinschätzung durch 7000 Unternehmen lediglich einen Saldo von plus 16,3, die Erwartungen einen Wert von +9. Auch deutschlandweit waren die Erwartungen für die kommenden Monate etwas gedämpfter. Die Zahlen deuten laut Experten aber nicht auf eine Abkühlung der Konjunktur hin, der Aufschwung dürfte nur etwas weniger dynamisch verlaufen.

Als Gefahren werden vor allem eine erneute Rezession in den USA und ein geringeres Wirtschaftswachstum in China genannt. Auch der wieder erstarkte Euro belastet etwas die Exporte aus Deutschland.

In den aktuellen Fragen des Monats wurden die teilnehmenden Unternehmen nach den notwendigen Qualifikationen bei der Auswahl von akademischem Führungskräftenachwuchs befragt. An erster Stelle stehen die berufliche Flexibilität, die 55 Prozent der Unternehmen wichtig ist. Eine Lehre oder Berufsausbildung vor dem Studium gaben 43 Prozent an und EDV-Kenntnisse sind 38 Prozent wichtig, Fremdsprachenkenntnisse 29 Prozent der Unternehmen. Vergleichsweise unbedeutend ist die Examensnote, die nur von jedem siebten Unternehmen genannt wurde.

Bei den wichtigen Eigenschaften, die den Führungskräftenachwuchs auszeichnen sollten, dominieren Engagement, Einsatzbereitschaft und Ausdauer (81 Prozent), der gesunde Menschenverstand (73 Prozent) sowie Loyalität zum Unternehmen (71 Prozent).

re/Oberbayerisches Volksblatt

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