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Banken führen Wartelisten

Folge des Zinstiefs? Große Nachfrage nach Schließfächern

Sowohl der Bankenverband BdB als auch der Deutsche Sparkassen- und Giroverband berichten von einer großen Nachfrage nach Schließfächern. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
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Sowohl der Bankenverband BdB als auch der Deutsche Sparkassen- und Giroverband berichten von einer großen Nachfrage nach Schließfächern. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Viele Bankkunden interessieren sich derzeit für ein Schließfach - womöglich auch, um Negativzinsen auf dem Konto zu vermeiden.

Sowohl der Bankenverband BdB als auch der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) berichten von einer großen Nachfrage nach Schließfächern in manchen Regionen und Ballungsräumen. Teilweise gebe es Wartelisten. Ob Sparer die Tresore nutzen, um in großem Stil Bargeld zu lagern, wissen die Geldhäuser allerdings nicht. Denn den Inhalt der Schließfächer kennen nur die Kunden.

Nach Erkenntnissen der Deutschen Bundesbank lässt sich nicht eindeutig belegen, dass Verbraucher oder Kreditinstitute in großem Stil Bargeld horten, um den Negativzinsen aus dem Weg zu gehen, die als Folge der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) immer mehr um sich greifen. «Die Entwicklung der Kassenbestände der Banken und der Bargeldbestände der Privathaushalte lässt keinen eindeutigen Rückschluss auf die Vermeidung von Negativzinsen zu», sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.

Bundesbank zu Kassenbeständen

Bundesbank-Monatsbericht März 2018

Zeitreihe Leitzinsen EZB

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