Arbeitsmarktbericht März der Agentur für Arbeit Traunstein

Frühjahrsbelebung bei regionalem Stellen- und Ausbildungsmarkt

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Traunstein - Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein sank im März um 0,3 auf 3,5 Prozent, das sind 9 360 Menschen. Im Vergleich zum Februar sind 916 Menschen, das sind 8,9 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vergleich zum März des Vorjahres sind es 1 050 oder 10,1 Prozent weniger.

Die Arbeitslosenquoten der einzelnen Landkreise: Altötting 3,3 Prozent, Berchtesgadener Land 4,5 Prozent, Mühldorf 3,4 Prozent und Traunstein 3,1 Prozent.

Unter den 9 360 Menschen sind 948 Arbeitslose jünger als 25 Jahre darunter 182 unter 20 Jahre. Im Vormonat waren es noch 11,4 Prozent mehr, das bedeutet, dass 122 junge Menschen wieder eine Erwerbstätigkeit oder Ausbildung aufgenommen haben. Die isolierte Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe beträgt 2,9 Prozent, gegenüber 3,2 noch im Februar und 3,3 Prozent im Vergleichsmonat des Vorjahres.

3486 Gemeldete sind zwischen 50 und 65 Jahre alt. Der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt 37,2 Prozent. Auch hier sind es im Vergleich zum Februar 329 Menschen weniger, ein Rückgang um 8,6 Prozent. Gegenüber Vorjahr sind es 255 Menschen weniger.

2577 Neumeldungen wurden im März aufgenommen. Im Februar waren es noch 384 mehr, das ist ein Rückgang um 13,0 Prozent. Hiervon meldeten sich 1 149 Menschen aus Erwerbstätigkeit, 567 aus Ausbildung oder Qualifizierung und 812 aus Nichterwerbstätigkeit. Seit Jahresbeginn haben sich im Agenturbezirk Traunstein 10.026 Menschen erneut oder erstmals arbeitslos gemeldet, das sind 719 weniger als im ersten Quartal des Vorjahres.

1774 Menschen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, das sind 481 mehr als im Februar, 527 begannen eine Ausbildung und 1 075 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. „An den hohen Abmeldezahlen kann man ablesen, wie stark die Region von der Witterung und vom Tourismus abhängig ist“, so Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein, „die Wiedereinstellung ist in vollem Gange, besonders in der Hotellerie wegen der Osterferien. In den Außenberufen erwarten wir den großen Schwung Abmeldungen nach Ostern.“

Der Stellenbestand im März zeigt 3 783 Angebote, das sind 43 weniger als im Vormonat und 354 mehr als im März des Vorjahres. 983 Stellen wurden an den Arbeitgeberservice neu gemeldet; das sind 227 weniger als im Februar. Der Ausbildungsstellenmarkt im Agenturbezirk Traunstein gesamt zeigt einen geringfügigen Anstieg bei den Bewerberzahlen um 79 junge Menschen mehr als im vorangegangenen Berichtsjahr, das heißt, es gibt aktuell 2 827 Ausbildungssuchende. „Auch die Anzahl der Ausbildungsstellen, die uns gemeldet wurden, ist mit 3 609 Angeboten, einem Plus von 92 Ausbildungsstellen, auf einem höheren Stand als im Vorjahr“, erläutert Müller. „Aus den vergangenen Jahren wissen wir, dass sich gerade nach den Osterferien noch immer Jugendliche bei uns melden. Jetzt ist die richtige Zeit, sich mit seiner Ausbildung zu beschäftigen und Bewerbungen zu schreiben. Die Ferien können auch clever genutzt werden, sich bei uns in den BIZen Berufsinfos zu holen und die Bewerbungsmappe checken zu lassen“, ermuntert Müller abschließend.

Landkreis Traunstein

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein betrug im März 3,1 Prozent, das ist ein Rückgang gegenüber Februar um 0,4 Prozentpunkte und ein Rückgang gegenüber März des Vorjahres um 0,2 Prozentpunkte. 2 928 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 179 Menschen weniger als vor einem Jahr, und 369 weniger als im Februar, ein Rückgang um 11,2 Prozent.

Geteilt nach Rechtskreisen gehören 1800 Menschen zur Agentur für Arbeit (SGB III) und 1 128 zu den Kunden des Jobcenters (SGB II). Unter den 2 928 arbeitslosen Menschen sind 299 jüngere unter 25 Jahren, das sind 55 weniger als im Vormonat. 1 167 (Vorjahr 1 180) Menschen sind älter als 50 Jahre; darunter sind 762 älter als 55 Jahre. 604 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen; innerhalb der Gesamtgruppe beträgt ihr Anteil 20,6 Prozent.

1122 (Februar 992) Menschen konnten ihre Erwerbslosigkeit beenden, 617 nahmen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf, das sind 46,2 Prozent oder 195 Menschen mehr als im Vormonat. 139 begannen eine Ausbildung und/oder Qualifizierung und 333 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Getrennt nach Rechtskreisen waren 878 Abmeldungen im SGB III-Bereich (Arbeitslosengeld I) und 244 im SGB II-Bereich (Arbeitslosengeld II) zu notieren. Dem stehen 755 Neumeldungen gegenüber, ein Rückgang zu Februar um 184 Menschen, das sind 19,6 Prozent.

Der Stellenbestand im Landkreis Traunstein beträgt 1 214, worunter 284 Neumeldungen sind. Im Vormonat waren es noch 1 255 freie Stellen. Der Arbeitsmarkt im Bereich Gesundheits- und Sozialberufe ist weiterhin sehr gut mit 115 aktuellen Angeboten. 196 Angebote kommen aus dem Gastgewerbe. 284 Angebote bieten Zeitarbeitsunternehmen in verschiedenen Berufen und Branchen. Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Traunstein bietet 1 396 Angebote, das sind 100 mehr als im Berichtsjahr davor. Dem stehen 945 Ausbildungssuchende gegenüber, 9 mehr als im Vorjahr. „Knapp die Hälfte, 687 Ausbildungsstellen sind noch nicht besetzt. Das sieht optimistisch für die Bewerber aus, birgt allerdings nicht die Garantie auf den Wunschberuf“, erläutert Müller, „wer einen bestimmten Beruf erlernen möchte, muss sich spätestens jetzt darum kümmern“, appelliert Müller abschließend.

Landkreis Altötting

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im März 3,3 Prozent, das sind 2 021 Menschen. Im Vormonat waren es noch 196 Menschen mehr, ein Rückgang um 8,8 Prozent. Der Vorjahresvergleich zeigt einen Rückgang um 11,0 Prozent, d.h. 251 Menschen weniger sind derzeit von Arbeitslosigkeit betroffen; die Quote lag bei 3,7 Prozent. Darunter sind 38 Jugendliche unter 20 Jahren (Vormonat: 40), innerhalb der 194 unter 25 Jahren (Vormonat: 216). Die Anzahl der arbeitslosen Menschen über 50 Jahre ist mit 749 im Vergleich zum Vormonat um 88 leicht gesunken, im März des Vorjahres waren es 47 mehr. Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen sank im Vormonatsvergleich um 15 und im Vorjahresvergleich um 37, so dass noch 459 Menschen im Landkreis zu dieser Gruppe zählen. 552 Menschen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos. Gegenüber Februar sind dies 128 weniger. Die Analyse der Neumeldungen zeigt, dass 193 Menschen aus Erwerbstätigkeit kamen, 157 aus Ausbildung und 198 aus Nichterwerbstätigkeit.

750 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, davon 356 durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, 125 durch eine Ausbildung oder Qualifizierung und 250 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Insgesamt teilen sich die Kunden in 1 053 bei der Agentur (SGB III) und 968 Kunden des Jobcenters (SGB II). 803 Stellenangebote sind im März im aktuellen Bestand, davon 218 neu aufgenommene. Im Februar gab es 6 mehr. Im Vorjahresvergleich gab es 143 Stellen mehr. Im Bestand sind 229 Angebote von Zeitarbeitsfirmen aus allen Berufen. Der Berufsbereich Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung bildet mit 231 Angeboten den größten Anteil. Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Altötting hat mit 735 gemeldeten Angeboten 9 mehr als im vergangenen Jahr. Die Bewerberzahlen sind mit 612 um 35 Ausbildungssuchende, gesunken. „326 Ausbildungssuchende gelten noch als unversorgt“, so Müller, „wer nicht sicher ist, wo seine Talente liegen, dem bieten wir Berufswahltests an, die ersten Schritte können auch online von zuhause aus gemacht werden. Ein Schnupperpraktikum sollte die Entscheidung dann bestätigen können“, so Müller abschließend.

Landkreis Berchtesgadener Land

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Berchtesgadener Land betrug im März 4,5 Prozent, ein Rückgang um 0,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat Februar. Im März 2017 lag die Quote bei 4,9 Prozent. 2 268 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 154 weniger als im Februar und 214 weniger als im Vorjahresmonat. Darunter sind 206 Jüngere unter 25 Jahren und 849 Ältere über 50 Jahre. 483 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen, das sind über ein Fünftel (21,3 Prozent) der Gesamtheit.

774 Abmeldungen wurden bearbeitet, das sind 38 mehr als im Februar und 76 weniger als im Vorjahresmonat; darunter 607 Kunden der Agentur und 167 Kunden des Jobcenters Berchtesgadener Land. Insgesamt 429 davon nahmen eine Arbeit auf (Agentur: 390; Jobcenter: 39), das sind 55,4 Prozent aller Abmeldungen. 106 Menschen insgesamt gingen in Ausbildung oder Qualifizierung und 212 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab.

620 Menschen meldeten sich erstmals oder wieder arbeitslos, davon 475 bei der Agentur und 145 beim Jobcenter. 837 Stellen sind im Bestand, das sind 20 mehr als im Vormonat. 262 Angebote sind im März neu aufgenommen worden. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 105 Stellen weniger. Von den 796 sozialversicherungspflichtigen Stellenangeboten sind 173 im Gastgewerbe, 117 in Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz und 78 im Gesundheits- und Sozialwesen. Diese drei Berufsbereiche machen 46,2 Prozent des gesamten Angebots aus. Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Berchtesgadener Land bietet 483 Bewerberinnen und Bewerbern (Vorjahr 476) ein Angebot an 819 Ausbildungsstellen, das sind 4 mehr als im vorhergehenden Berichtsjahr. Die beiden großen Berufsbereiche sind mit 245 Angeboten die Fertigungsberufe und mit 270 die Kaufleute und Handelsberufe. „Aktuell ist über die Hälfte aller Ausbildungsplätze unbesetzt“, erläutert Müller, „ebenso führen wir noch 178 junge Leute als unversorgt. Wir appellieren an Eltern, Arbeitgeber und Schulen, die Ausbildungssuchenden nach Kräften zu unterstützen, damit die Berufsentscheidung und der Ausbildungsbeginn gut gelingen“, so Müller abschließend.

Landkreis Mühldorf

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf betrug im März 3,4 Prozent, das ist ein Rückgang um 0,3 Prozentpunkte im Vormonatsvergleich. 2 143 Menschen waren im März arbeitslos gemeldet, 197 oder 8,4 Prozent weniger als im Februar. Im Vorjahresvergleich ist dies ein starker Rückgang um 15,9 Prozent, im März 2017 waren 406 Menschen mehr arbeitslos. Aktuell sind 249 jüngere unter 25 Jahre gemeldet, wovon 51 unter 20 Jahre alt sind. Im Februar waren es noch 271 junge Menschen. 721 Menschen sind älter als 50, darunter gehören 453 zu den Älteren über 55 Jahre. Diese Altersgruppe hat 33,6 Prozent Anteil an der Gesamtheit aller Arbeitslosen im Landkreis. Der Vormonatsvergleich zeigt einen Rückgang um 7,6 Prozent, das sind 59 Menschen; der Vorjahresvergleich eine Verringerung um 117, das sind 14,0 Prozent. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt bei 572, 13 weniger als im Februar und 87 weniger im Vorjahresvergleich. Getrennt nach Rechtskreisen zählen 1 012 Kunden zur Agentur für Arbeit und 1 131 sind Kunden des Jobcenters. 650 Neumeldungen, das sind 35 weniger als im Vormonat, und 68 weniger als im März 2017 wurden von der Arbeitsvermittlung bearbeitet. Hiervon kamen 245 aus Erwerbstätigkeit, 150 meldeten sich nach Ausbildung oder Qualifizierung und 234 kamen aus Nichterwerbstätigkeit. Dem stehen 845 Abmeldungen, das sind 129 mehr als im Vormonat, gegenüber. Hiervon gingen 44,0 Prozent wieder in Erwerbstätigkeit, das sind 372 Menschen. 929 Stellenangebote sind beim Arbeitgeberservice registriert, gegenüber Februar ist das ein Minus von 16 Angeboten. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 120 Stellen mehr, eine Steigerung um 14,8 Prozent. Die meisten Chancen gibt es derzeit in den Fertigungsberufen mit 323 Angeboten. 167 Stellen bietet „Gesundheit und Soziales“. Mit jeweils 127 Angeboten liegen Logistik und Sicherheit mit Bau und Gebäudetechnik gleichauf. Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Mühldorf hat mit 659 Angeboten 21 weniger als im Berichtsjahr davor. Weit mehr die Hälfte davon (366) sind noch unbesetzt. Dem steht eine um 14,2 Prozent gestiegene Bewerberanzahl von 787 jungen Menschen, 98 mehr als im Vorjahr, gegenüber. „Die meisten freien Ausbildungsplätze, sind im Einzelhandel, in der Produktion und im verarbeitenden Gewerbe. Die Vielzahl der Berufe in diesen Bereichen bietet erfolgversprechende Chancen, die eigene Zukunft anzupacken“, ermuntert Müller abschließend.

Pressemitteilung: Arbeitsmarktbericht März der Agentur für Arbeit Traunstein

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