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Deutsche Wirtschaft nicht zu stoppen

München - Zum Start ins Jahr legte der ifo-Index gegen alle Prognosen erneut zu. Beste Exportchancen, gute Kapazitätsauslastung und lebhafte Aufträge für die Bauwirtschaft stimmen die Unternehmen optimistisch.

Die deutsche Wirtschaft startet zum Jahresbeginn weiter durch. Der ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich im Januar überraschend zum achten Mal in Folge und stieg von 109,8 Punkten im Vormonat auf 110,3 Punkte, wie das ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Freitag mitteilte. Seit Monaten eilt das Konjunkturbarometer von Rekord zu Rekord.

Viele Experten hatten dagegen wie schon in den Vormonaten mit einer leichten Eintrübung gerechnet, mit ihren Prognosen aber erneut falsch gelegen. “Die deutsche Wirtschaft startet schwungvoll in das neue Jahr“, erklärte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Für den ifo-Index befragt das Institut monatlich rund 7000 Unternehmen aus Industrie, Groß- und Einzelhandel sowie aus der Bauwirtschaft zu ihrer aktuellen Lage und den Erwartungen fürs kommende halbe Jahr. Im Januar beurteilten sie ihre derzeitige Lage als nahezu stabil. Der entsprechende Index ging minimal von 112,9 auf 112,8 Punkte zurück. Dagegen zeigten sich die Firmen für die kommenden Monate nochmals optimistischer. Der Erwartungsindex legte von 106,8 auf 107,8 Punkte zu.

Deutlich aufwärts ging es im Januar in der Industrie, nachdem sich das Klima im Vormonat noch etwas eingetrübt hatte. Sowohl ihre momentane Lage als auch ihre Perspektiven schätzten die Industrieunternehmen dank deutlich besserer Exportchancen günstiger ein. Auch die Auslastung der Maschinen und Geräte verbesserte sich weiter und sei derzeit überdurchschnittlich. Daher wollen die Industriefirmen auch mehr Mitarbeiter einstellen.

Auch in der Bauwirtschaft stehen die Zeichen auf Aufschwung: Die Firmen sehen ihre momentane Situation positiver und hoffen auf eine deutlich anziehende Auftragslage in der nächsten Zeit.

Im Einzelhandel und im Großhandel kühlte sich die Stimmung dagegen nach dem kräftigen Aufwärtstrend im Weihnachtsgeschäft etwas ab. Die Händler waren mit ihrer derzeitigen Geschäftslage nicht mehr ganz so zufrieden und auch ihr Optimismus für die kommenden Monate ließ etwas nach. Der ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft.

dpa

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