Paukenschlag: GM-Chef Henderson tritt zurück

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Tritt zurück: GM-Chef Fritz Henderson.

New York - GM-Chef Fritz Henderson ist zurückgetreten. Das bestätigte Verwaltungsratschef Ed Whitacre in New York.

Henderson stand nicht einmal ein Jahr an der Spitze des krisengeschüttelten US- Autobauers. Die genauen Gründe für den Rücktritt sind unklar. Whitacre sprach nur von notwendigen Veränderungen. Zuletzt soll es immer wieder Meinungsverschiedenheiten zwischen Henderson und dem Verwaltungsrat gegeben haben, etwa bei der Frage, ob Opel verkauft werden soll oder nicht. Whitacre übernimmt vorerst selbst übergangsweise die Führung des Konzerns.

Henderson war erst Ende März an die Spitze von General Motors gerückt, nachdem der damalige Konzernchef Rick Wagoner gehen musste.

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Der 51-Jährige mit dem Spitznamen “Fix-it-Fritz“ (Bring es in Ordnung Fritz) sollte GM wieder auf Kurs bringen, konnte den Autobauer aber nicht vor der Insolvenz retten: In seine Amtszeit fiel im Juni mit dem Konkurs des 101 Jahre alten Traditionskonzerns der größte Bankrott in der Geschichte der US-Industrie. Vor seiner Berufung auf den Chefposten war Henderson als Chief Operating Officer im GM-Vorstand für das Tagesgeschäft verantwortlich. Bis 2005 war er Chef von GM Europe mit den Marken Opel, Vauxhall und Saab.

In seine Zeit fällt der Umbau des Europageschäfts verbunden mit Kostensenkungen und dem Abbau von allein 9.500 Stellen bei Opel. Henderson, dem der Ruf eines erfahrenen Krisenmanagers vorauseilt, stieg 1984 bei Opel ein und verbrachte verschiedene Stationen im Ausland. Anfang 2006 holte ihn Wagoner als Finanzvorstand an den GM-Firmensitz in Detroit zurück.

AP/dpa

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