Unternehmen ist Milliarden wert

Actionkamera-Anbieter GoPro startet an der Börse durch

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Ein Mann posiert am 04.01.2014 in Hannover mit einem Skihelm, an dem eine Kamera des Herstellers GoPro befestigt ist.

San Mateo - Vor gut einem Jahrzehnt wollte sich ein Kalifornier selber beim Surfen filmen. Am Ende startete er die Produktion von Videokameras für Sportler. Jetzt geht GoPro an die Börse und ist Milliarden wert.

Die für ihre Hero-Actionkameras bekannte US-Firma GoPro kann sich beim Börsengang über einen Geldsegen freuen. Insgesamt flossen 427 Millionen Dollar (313 Mio Euro) zur Hälfte ans Unternehmen und an einige Alteigentümer. Die Kalifornier brachten einen ersten Schwung Aktien zum anvisierten Höchstpreis von 24 Dollar unter die Anleger. Damit wird das Unternehmen zum Börsengang mit rund drei Milliarden Dollar bewertet.

Der Handel mit den Aktien solle am Donnerstag beginnen, teilte GoPro am Vorabend mit. Das Unternehmen geht unter dem Kürzel „GPRO“ an die Technologiebörse Nasdaq. GoPro hatte im Vorfeld einen Preis pro Aktie von 21 bis 24 Dollar angepeilt.

Die Hero-Kameras erfreuen sich besonders unter Sportlern großer Beliebtheit. Die kleinen, robusten Geräte lassen sich beispielsweise an Helmen befestigen und nehmen Videos oder Fotos in voller Fahrt auf. Im vergangenen Jahr verdoppelte sich der Umsatz des Unternehmens nahezu auf rund eine Milliarde Dollar und der Gewinn auf 61 Millionen Dollar.

Gründer und Chef Nicholas Woodman ist der starke Mann bei GoPro mit 49 Prozent der Stimmrechte. Unter den weiteren Anteilseignern ist neben Finanzinvestoren auch der chinesische Auftragsfertiger Foxconn, der vor allem als Hersteller von Apple-Geräten bekannt ist. Für die Leitung des operativen Geschäfts holte sich GoPro kurz vor dem Börsengang den ehemaligen Skype-Chef Tony Bates, der zuletzt bei Microsoft arbeitete.

Woodman hatte GoPro vor gut zehn Jahren gestartet, nachdem er sich selber beim Surfen filmen wollte und von verfügbaren Kameras enttäuscht war. Er und seine Frau finanzierten die Firma der Legende nach zunächst unter anderem mit dem Verkauf von Muschel-Halsbändern und Gürteln. Die erste Version der Kameras lief noch mit analogem Film, jetzt nehmen die Geräte digitale HD-Videos auf.

dpa

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