Großbritannien steigt beim Ärmelkanal-Zug Eurostar aus

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Großbritannien trennt sich von seinem 40-Prozent-Anteil an Eurostar. Foto: Andy Rain/Archiv

London (dpa) - Großbritannien steigt komplett beim Betreiber des Schnellzugverkehrs unter dem Ärmelkanal aus. Der Abschied von Eurostar spült insgesamt rund 757 Millionen Pfund (1,04 Mrd Euro) in die Staatskasse, wie Finanzminister George Osborne mitteilte.

So trennt sich Großbritannien für 585 Millionen Pfund von seinem 40-Prozent-Anteil an Eurostar. Die Beteiligung geht an ein Konsortium um den kanadischen Pensionsfonds Caisse de Dépôt et Placement du Québec (CDPQ). Zudem kauft Eurostar Vorzugsaktien aus dem Regierungsanteil zurück, was weitere 172 Millionen Pfund bringt.

Der Schnellzug unter dem Ärmelkanal verbindet die britische Hauptstadt mit Paris und Brüssel. Die restlichen Anteile am Eurostar gehören der französischen Bahngesellschaft SNCF (55 Prozent) und der belgischen SNCB (5 Prozent).

Der Eurostar ist Teil eines 20 Milliarden Pfund (rund 26 Mrd Euro) umfassenden Pakets von Staatseigentum, das die Regierung von Premierminister David Cameron verkaufen möchte. Hintergrund ist die nach wie vor immense Schuldenlast, unter der Großbritannien leidet.

Infos zum Eurostar

Mitteilung der britischen Regierung

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