Handelspartner außerhalb der EU immer wichtiger

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Handelspartner außerhalb Europas werden für Deutschlands Exporteure immer wichtiger.

Wiesbaden - „Made in Germany“ ist weltweit gefragt. Das hilft Deutschlands Exporteuren in Zeiten wie der Euro-Schuldenkrise. Selbst den Spritpreisen an den Zapfsäulen kann der Branchenverband BGA etwas Positives abgewinnen.

Handelspartner außerhalb Europas werden für Deutschlands Exporteure immer wichtiger. Im vierten Quartal 2011 nahmen die Ausfuhren in Länder außerhalb der EU im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um 10,3 Prozent auf 113,4 Milliarden Euro zu. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Aufstellung des Statistischen Bundesamtes hervor.

„Die Zahlen unterstreichen, was wir seit Jahren sehen: Wir gewinnen zunehmend an Unabhängigkeit von unseren Kernmärkten in der EU“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), André Schwarz, der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt. „Diese Entwicklung hat im vierten Quartal an Dynamik gewonnen.“

Gemessen am Gesamtwert der exportierten Waren, der sich laut Bundesamt in den Monaten Oktober bis Dezember auf 269 Milliarden Euro summierte, ist Europa nach wie vor der wichtigste Absatzmarkt für Waren „Made in Germany“. Die Exporte in EU-Staaten machten mit 155,5 Milliarden Euro knapp 58 Prozent aus.

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Gleichwohl bestätigten auch die bereits veröffentlichten Exportzahlen für Januar 2012, dass Deutschland gerade in turbulenten Zeiten wie der Euro-Schuldenkrise auf eine breite weltweite Nachfrage bauen kann. Zu Jahresbeginn profitierten heimische Firmen vor allem von der starken Nachfrage aus Brasilien, Indien, Russland und China (BRIC-Staaten). Die Ausfuhren in Länder außerhalb der EU legten im Januar dreimal stärker zu als die Exporte in die EU-Staaten.

„Diese Breite ist wichtig und positiv, wir partizipieren damit am Wachstum außerhalb Europas“, erklärte Schwarz. Deutschland werde so unabhängiger von Risiken in einzelnen Ländern. „Wir sind und bleiben ein Gewinner der Globalisierung.“ Nach dem Rekordjahr 2011, in dem der Gesamtwert der deutschen Ausfuhren erstmals die Marke von einer Billion Euro übersprungen hatte, rechnet der BGA nach früheren Angaben für 2012 mit „mindestens sechs Prozent“ Export-Wachstum.

Sogar den hohen Ölpreisen kann der BGA-Geschäftsführer etwas Positives abgewinnen. „Für die Autofahrer dürfte es ein schwacher Trost sein, aber die hohen Öl- und Energiepreise haben auch eine positive Wirkung: Ländern wie Russland und Saudi-Arabien spült das Geld in die Kasse und diese Länder modernisieren sich“ - oft mit Waren und Know-how aus Deutschland, wie Schwarz ausführte.

dpa

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