Harte Tarifverhandlungen für den Nahverkehr

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München - Zwei konkurrierende Gewerkschaften ringen mit den Kommunen um einen Tarifvertrag für die Beschäftigten im bayerischen Nahverkehr. Der Teufel entpuppt sich im Detail.

Die Tarifverhandlungen für den bayerischen Nahverkehr gestalten sich schwieriger als erwartet. Aus Verhandlungskreisen hieß es am Dienstagabend in München, es hake beim Gesamtpaket. Zunächst war nicht absehbar, ob noch am Abend oder in der Nacht eine Einigung erzielt werden könnte.

Die kommunalen Arbeitgeber hatten zwar schon in der ersten Runde angeboten, den Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes auch für den Nahverkehr in Bayern zu übernehmen, also die Löhne der 6500 Beschäftigten bis 2014 in drei Schritten um 3,5 Prozent und zweimal 1,4 Prozent zu erhöhen. Die Gewerkschaften verdi und dbb-Tarifunion hatten das Angebot auch gelobt. Aber beide Gewerkschaften wollen zugleich auch Verbesserungen für Schichtarbeiter durchsetzen - zum Beispiel mehr Zulagen für Nachtschicht oder eine Anrechnung von stundenlangen Zwangspausen bei Fahrdiensten. Dabei ging es um Details, aber auch um die Anrechnung solcher Forderungen bei der pauschalen Lohnerhöhung.

Die Arbeitgeber verhandeln mit den beiden konkurrierenden Gewerkschaften abwechselnd in getrennten Räumen. Die Arbeitgeber sind auch deshalb an einem raschen Abschluss interessiert, weil nach dem Ablauf der Friedenspflicht ab Freitag Warnstreiks möglich wären.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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