Hebammen protestieren: "Wir sind am Ende"

München - Mit einer symbolischen Aktion haben Hebammen am Samstag in mehreren bayerischen Städten auf ihre aus ihrer Sicht schwierige Arbeitssituation aufmerksam gemacht.

Am Internationalen Hebammentag legten sie sich in Fußgängerzonen in München, Nürnberg und Würzburg auf den Boden - um zu zeigen, dass sie am Ende seien, sagte die Vorsitzende des Bayerischen Hebammenlandesverbandes, Astrid Giesen, der Nachrichtenagentur dpa. Viele freiberuflich arbeitenden Hebammen müssten ihren Beruf aufgeben, weil sie die hohen Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung nicht mehr zahlen könnten.

Dem Verband zufolge liegt der Versicherungsbeitrag derzeit bei 3689 Euro im Jahr und steigt zum 1. Juli um 15 Prozent. Von den hohen Beiträgen seien in Bayern besonders viele Hebammen betroffen, sagte Giesen. Im Freistaat sei der Anteil an freiberuflich arbeitenden Hebammen mit etwa 80 Prozent besonders hoch.

dpa

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