Nur noch vier Stunden Fahrt

ICE-Schnellstrecke nach Berlin: Probebetrieb startet

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Probefahrt zwischen Berlin und München: Ein ICE im Hauptbahnhof von Halle/Saale

Es scheint wirklich bald so weit zu sein: Ab Dezember sollen ICE in knapp vier Stunden von München nach Berlin fahren. Schon jetzt startet der Probebetrieb.

Berlin - Die Deutsche Bahn beginnt auf ihrer neuen Schnellfahrstrecke Berlin-München in wenigen Tagen mit dem Probebetrieb - und das pünktlich: Viereinhalb Monate vor der geplanten ersten Fahrt mit Reisenden am 10. Dezember liege das Projekt im Zeit- und Kostenrahmen, sagte Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla am Freitag in Berlin. In zehn Jahren seien zehn Milliarden Euro verbaut worden.

Mit Beginn des Probebetriebs fahren die ICE-Züge unter der Überwachung des Kontrollsystems ETCS. Diese Leit- und Sicherungstechnik arbeitet elektronisch und per Funk. Es gibt keine Streckensignale mehr.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, zu dem Neu- und Ausbauprojekt von Nürnberg über Erfurt und Halle (Saale) nach Berlin habe „es nie eine Alternative gegeben“. Eine Verbindung zwischen München und Berlin unter vier Stunden sei „nicht nur konkurrenzfähig mit anderen Verkehrsträgern wie dem Flugzeug“, sie werde auch neue Marktanteile erobern. Ziel sei es, die jährliche Fahrgastzahl auf der Strecke von 1,8 Millionen auf 3,6 Millionen zu verdoppeln.

Das Projekt bringt allerdings auch erhebliche Fahrplan-Umstellungen mit sich.

dpa/fn

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