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Keine Trendewende in Sicht

Ifo-Geschäftsklima legt spürbar zu

Getriebe-Produktion: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich auf. Foto: Felix Kästle/dpa
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Getriebe-Produktion: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich auf. Foto: Felix Kästle/dpa

Kurz vor Weihnachten stiegen die Hoffnungen auf eine bessere Konjunktur im kommenden Jahr. Allerdings belasten 2020 auch weiterhin allgemeine Sorgen um die Konjunktur in Deutschland und der Handelskonflikt zwischen den USA und China.

München (dpa) - Eine gestiegene Stimmung in der deutschen Wirtschaft macht Hoffnung auf eine bessere Konjunktur. Wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte, stieg das von ihm erhobene Geschäftsklima im Dezember um 1,2 Punkte auf 96,3 Zähler.

Das ist der höchste Stand seit einem halben Jahr und der zweite Anstieg in Folge. Analysten hatten zwar mit einem Zuwachs gerechnet, allerdings nur auf 95,5 Punkte.

«Die deutsche Wirtschaft geht zuversichtlicher ins neue Jahr», kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die befragten Unternehmen bewerteten sowohl die aktuelle Lage als auch ihre Erwartungen für das kommende halbe Jahr besser.

Die Entwicklung in den einzelnen Branchen fiel allerdings zwiespältig aus: Währen die Stimmung in der Industrie und unter Dienstleistern besser war, trübte sie sich im Handel und am Bau ein. Das Ifo-Geschäftsklima ergibt sich aus einer Umfrage unter rund 9000 Unternehmen.

Bankvolkswirte kommentierten die Zahlen vorsichtig. Das Geschäftsklima habe Hoffnungen auf eine wieder bessere Konjunktur im kommenden Jahr gestärkt, urteilte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen. Allerdings macht ihm die Industrie nach wie vor Sorgen. Ein Wendesignal sei hier nicht erkennbar. Die Industrie leidet seit längerem unter zahlreichen Entwicklungen, darunter die schwächere Weltwirtschaft und die zahlreichen Handelskonflikte.

Die Inlandsnachfrage ist dagegen weitgehend stabil und stützt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Verantwortlich dafür sind in erster Linie der überaus robuste deutsche Arbeitsmarkt und deutlich Tariflohnsteigerungen. Letztere sorgen im Zusammenspiel mit einer moderaten Inflation dafür, dass den Verbrauchern auch unter Berücksichtigung von Preissteigerungen ein realer Einkommenszuwachs bleibt. Das stärkt den Konsum.

Carsten Brzeski, Chefökonom für Deutschland bei der Bank ING, kommentierte ebenfalls vorsichtig. Zwar scheine das Schlimmste für die deutsche Wirtschaft vorüber zu sein. Allerdings sei unklar, wie es jetzt weitergehe. In diesem Jahr hat das Wachstum der deutschen Wirtschaft spürbar abgebremst, ohne das es jedoch zu einer Rezession kam. Bankvolkswirte und Forschungsinstitute erwarten für das kommende Jahr zwar eine Besserung der wirtschaftlichen Lage. Die Wachstumsraten dürften demnach aber eher niedrig bleiben.

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