ILO warnt vor schwachem Einkommenszuwachs

+
In Deutschland sind die Löhne hinter der Arbeitsproduktivität zurückgeblieben, sagt die ILO. Foto: Stephanie Pilick

Genf (dpa) - Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat vor negativen wirtschaftlichen Folgen eines nur schwachen Lohnzuwachses gewarnt.

Zugleich begrüßte die UN-Sonderorganisation in ihrem Jahresbericht zur globalen Einkommensentwicklung den künftigen Mindestlohn in Deutschland.

Die Bundesrepublik gehöre zu den Industrieländern, in denen die Löhne hinter der Arbeitsproduktivität zurückgeblieben seien, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Bericht. Folgen seien eine langsame Entwicklung der Nachfrage und ein steigendes Deflationsrisiko, erklärte die Vize-Generaldirektorin der ILO, Sandra Polaski.

Weltweit habe das Lohnwachstum 2013 nur 2 Prozent betragen. Der größte Teil des Zuwachses entfalle dabei auf die aufstrebenden Volkswirtschaften. "In der Gruppe der Industrieländer hat sich das Lohnwachstum in den letzten zwei Jahren fast auf null verlangsamt", sagte Polaski.

Angesichts dessen sei der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland ab 2015 zu begrüßen. Mindestlöhne könnten helfen, durch eine Steigerung der Kaufkraft Wachstumskräfte freizusetzen. Öffentliche Haushalte würden zugunsten von Investitionen entlastet.

Website ILO

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser