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„Es wird schlimm“

Schwere Vorwürfe gegen Facebook: Dramatische Erkenntnisse über Instagram offenbar geheimgehalten

Zwei Mädchen im Selfie-Wahn: Studie wirft kritisches Licht auf die Nutzung sozialer Medien, speziell Instagram
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Zwei Mädchen im Selfie-Wahn: Studie wirft kritisches Licht auf die Nutzung sozialer Medien, speziell Instagram.

Soziale Netzwerke sind allgegenwärtig, jedoch sind sie mit Vorsicht zu genießen. Ermittlungen werfen ein kritisches Licht auf Facebook, sowie die Tochter Instagram.

Menlo Park/München - Dass soziale Medien wie Facebook und Instagram mit Vorsicht zu genießen sind, sollte man wissen. Ein Bericht, den nun das Wall Street Journal veröffentlicht hat, erhebt jedoch ungeheuerliche Vorwürfe gegen das weltgrößte Netzwerk. Demnach habe der Konzern eine Studie unter Verschluss gehalten, die über die Gefahren durch die Nutzung speziell der bei Heranwachsenden beliebten Plattform Instagram aufklärt.

Demnach seien amerikanischen Journalisten Dokumente zugespielt worden, in denen stehe, dass Facebook selbst auf Basis von Untersuchungen zu der Erkenntnis gelangt sei: „Wir verschlechtern das Körperbild bei einem von drei Mädchen im Teenager-Alter.“ Ein Autor des Berichts äußerte sich im US-Fernsehen zu den Ermittlungen. In Deutschland hatte Tagesschau.de zuerst über die Vorgänge berichtet. Den Enthüllungen zufolge seien Mädchen deutlich stärker gefährdet als Jungs.

Facebook und Instagram: Experten und Politiker warnen vor Schäden

Dabei gibt es Statistiken über den Zusammenhang zwischen Instagram und selbst zugefügten Verletzungen bei Jugendlichen: Rund sechs Prozent der US-Nutzer, die sich selbst verletzt haben, führten das direkt auf Instagram zurück. Längst fordern auch Politik Maßnahmen, um die Entwicklung aufzuhalten: Hochrangige Abgeordnete des US-Senats beschäftigen sich mit der Bedrohung für zukünftige Generationen der USA (und aller anderer Länder).

Derzeit würden etwa 22 Millionen Jugendliche in den Vereinigten Staaten* regelmäßig Instagram nutzen, sei es um mit Freunden oder Bekannten zu chatten, Informationen zu sehen oder möglichst perfekte Bilder von sich zu posten. Schon lange warnen Verhaltensforscher und andere Wissenschaftler vor den langfristigen Auswirkungen. „Es wird schlimm, wenn man glaubt, dass, was man dort sieht, wahr ist“, formulierte ein US-Psychologe bei CNBC.

Auch das bayerische Justizministerium hat Facebook längst auf den Plan gerufen. Es geht um Hass im Netz.

Facebook: Zuckerberg plant Instagram für Kinder unter 13 Jahren

In einem gemeinsamen Statement teilen der Demokrat Richard Blumenthal und die Republikanerin Marsha Blackburn mit, dass sie mit einem „Facebook-Whistleblower“ in Kontakt seien. „Es ist klar, dass Facebook nicht in der Lage ist, sich selbst zur Verantwortung zu ziehen. Der Bericht des ‚Wall Street Journal‘ zeigt, dass die Facebook-Führung auf Wachstum um jeden Preis ausgerichtet ist und Gewinne über die Gesundheit und das Leben von Kindern und Jugendlichen stellt“, so der weitere (übersetzte) Wortlaut.

Erst kürzlich hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg offenbar vor dem Kongress Stellung bezogen und erklärt, dass soziale Medien positive Auswirkungen auf die mentale Gesundheit von Menschen hätten. Mittlerweile äußerte sich Facebook auch zu dem Artikel des WSJ und erklärte, man wolle die Ergebnisse in ein schlechtes Licht rücken - und schilderte positive Erkenntnisse: 81 Prozent der Jugendlichen würden sich durch soziale Medien stärker mit ihren Freunden verbunden fühlen.

Schon seit einigen Monaten beschäftigen sich US-Behörden akribisch mit dem Social-Media-Riesen. Experten sind alarmiert über das Vorhaben, eine Instagram-Version für Kinder unter 13 zu starten und befürchten verheerende Folgen. Auch die Monopol-Stellung ist Kartellwächtern ein Dorn im Auge. Ein Verkauf der Tochter-Unternehmen WhatsApp und Instagram wird gefordert. *Merkur.de ist ein Teil von IPPEN-MEDIA

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