Deutsche mit Job und Chefs zufrieden

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Insgesamt bezeichneten 61 Prozent der Beschäftigten die Stimmung in ihrem Betrieb als gut.

Hamburg - Die große Mehrheit der Bundesbürger sind mit ihrer Arbeit und ihren Vorgesetzten erstaunlich zufrieden. Das ergab eine Umfrage. Doch es gab auch Kritikpunkte.

 In einer Umfrage für das Magazin “Stern“ zum Tag der Arbeit am 1. Mai lobten die Arbeitnehmer und Beamten zudem das Betriebsklima und erklärten, dass sie gut mit ihren Kollegen klarkämen. Die überwältigende Mehrheit der Beschäftigten (86 Prozent) geht der Umfrage zufolge normalerweise gern zur Arbeit. Nahezu ebenso viele (85 Prozent) erklärten, sie seien mit ihrem Job zufrieden (47 Prozent) oder sehr zufrieden (38 Prozent).

Dass der Job in etwa ihren Fähigkeiten entspricht, sagten drei von vier Arbeitnehmern (74 Prozent). 20 Prozent allerdings fühlen sich unterfordert - bei den Jüngeren erklärten dies sogar 33 Prozent, bei den Arbeitern 29 Prozent. 84 Prozent sind alles im allem mit ihrem Arbeitgeber zufrieden (58 Prozent) oder sehr zufrieden (26 Prozent).

Ein gutes Zeugnis stellen die Deutschen auch ihren direkten Vorgesetzten aus: 86 Prozent fühlen sich von ihnen fair behandelt. In den meisten Fällen stimmt auch das Betriebsklima: 83 Prozent äußerten sich in der Umfrage zufrieden (50 Prozent) oder sehr zufrieden (33 Prozent) mit dem Umgang unter den Kolleginnen und Kollegen. Insgesamt bezeichneten 61 Prozent der Beschäftigten die Stimmung in ihrem Betrieb als gut, 11 Prozent halten sie für sehr gut. Rund zwei Drittel (65 Prozent) haben noch nie ernsthaft an Kündigung gedacht.

Nachholbedarf sehen viele Befragte bei der Kinderfreundlichkeit der Betriebe: Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) wünscht sich hier bessere Regelungen. Und die Leistung sollte besser honoriert werden: Jeder Dritte (32 Prozent) sagt, er sei nicht angemessen bezahlt, überdurchschnittlich oft Frauen (36 Prozent), Arbeiter (37 Prozent) und Ostdeutsche (39 Prozent). Bei den Beamten überwiegt Zufriedenheit. Nur 14 Prozent fühlen sich unterbezahlt. Befragt wurden 1.000 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

dapd

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