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Fordert schnelle Einigung

Kaiser's: Verdi-Chef Bsirske sieht Chance für Lösung

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Bei Tengelmann bangen etwa 15 000 Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. Foto: Oliver Berg

Berlin (dpa) - Im Streit um die Zukunft der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann sieht Verdi-Chef Frank Bsirske Chancen für eine Lösung.

"Es gibt die erkennbare Bereitschaft aller Beteiligten, einander entgegenzukommen", sagte Bsirske der "Passauer Neuen Presse" (Freitag). Derzeit verhandeln die Chefs von Tengelmann, Marktführer Edeka und Konkurrent Rewe unter Vermittlung von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) über die angeschlagene Kette. Die Gespräche waren am Donnerstag auf Montag vertagt worden.

Bsirske forderte eine schnelle Einigung. "Je länger das Ganze dauert, desto größer die Verunsicherung der Beschäftigten", sagte der Verdi-Chef. "Und es wird auch immer schwieriger, die Kontinuität des Geschäftsbetriebs bei Kaiser’s Tengelmann zu garantieren."

Bei Tengelmann bangen etwa 15 000 Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. "Die Schlichtung ist eine echte Chance, eine Lösung miteinander zu finden - und zwar innerhalb des Rahmens der Ministererlaubnis", sagte Bsirske. Die Gewerkschaft hatte die Gespräche mit angeschoben.

"Jetzt bietet sich eine neue Möglichkeit mit einem Mediator - der als Altbundeskanzler große Autorität hat und der sich in Verhandlungen vielfach bewiesen hat - die komplizierte Verhandlungssituation zu bewältigen", sagte Bsirske. Er werte es zudem als "gutes Zeichen", dass alle Seiten sofort Schröder als Schlichter akzeptiert hätten.

Rewe hatte mit einer Klage die Übernahme von Tengelmann durch Edeka gestoppt.

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