Keine Aufhellung am Arbeitsmarkt

Rosenheim - Die Region erholt sich nur schleppend. Trotz nach oben korrigierter Erwartungen, glauben die Unternehmen nicht an einen schnellen Aufschwung. Es regiert die Vorsicht...

Dies ergab die regionale Auswertung der Konjunkturumfrage der IHK für München und Oberbayern, die dreimal im Jahr stattfindet. "Die Unternehmen agieren noch immer vorsichtig und halten sich bei Investitionen und Neueinstellungen zurück", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen.

Bei der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage überwiegen immer noch die Pessimisten: Den 18 Prozent der Unternehmen, die ihre Lage als gut bezeichnen, stehen 28 Prozent mit negativer Bewertung gegenüber. Dennoch hat sich die Geschäftslage insgesamt merklich verbessert. Im Herbst 2009 hatten noch 39 Prozent der Unternehmen ihre Situation als schlecht beurteilt.

Zum dritten Mal in Folge haben sich die Erwartungen für die nächsten zwölf Monate verbessert: Wie im Herbst 2009 rechnen 21 Prozent der Unternehmen mit Zuwächsen im Geschäft, nur noch 14 Prozent stellen sich auf eine andauernde Flaute ein. Der Saldo - also die Differenz aus Optimisten und Pessimisten - liegt mit minus zwei Punkten aber nur moderat über dem vorherigen Wert. Die Unternehmen glauben damit nicht, dass die Erholung an Tempo zulegt.

Die insgesamt leicht aufgehellte Stimmung kommt in der Region Südostoberbayern allerdings noch nicht auf dem Arbeitsmarkt an. Der Saldo der Beschäftigungsabsichten deutet mit einem Wert von minus 20 an, dass noch keine Entwarnung gegeben werden kann. Der Anteil der Firmen mit Kürzungsplänen ist seit Herbst zwar von 32 auf 25 Prozent gesunken. Aber nur fünf Prozent der Firmen wollen ihre Belegschaften aufstocken.

re/Mangfall-Bote

Arbeitslosenzahlen für Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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