Wirtschaftskrise: Rosenheim kommt glimpflich davon

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Rosenheim - In der schwersten Weltwirtschaftskrise der Nachkriegszeit ist Rosenheim erfreulich glimpflich davongekommen. Das Bruttoinlandsprodukt ist 2009 nur um 1,2 Prozent zurückgegangen.

„Dass die Unternehmen in unserer Stadt in Krisenzeiten robuster sind als anderswo, wissen wir schon länger. Dass wir aber ausgerechnet im Krisenjahr 2009 zusammen mit Würzburg so gut abschneiden wie keine andere der 25 kreisfreien Städte in Bayern, hätten selbst die größten Optimisten nicht gedacht“, erklärte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer zu den am Dienstag bekannt gewordenen neuesten Zahlen des Bayerischen Statistischen Landesamtes zum Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2009.

In Rosenheim ist das Bruttoinlandsprodukt 2009 gegenüber dem Boomjahr 2008 um 1,2 Prozent zurückgegangen. Diese Größe misst die von der heimischen Wirtschaft in der Stadt erarbeiteten Güter und Dienstleistungen. Die bayerische Wirtschaft insgesamt ist in diesem Zeitraum um 3,2 Prozent geschrumpft. In den 25 Kreisfreien Städten im Freistaat lag der Rückgang im Durchschnitt bei 3,3 Prozent, in den 72 bayerischen Landkreisen bei 3,1 Prozent.

Besser als Rosenheim hat nur die Stadt Würzburg mit einer Verminderung der Wirtschaftsleistung um 0,8 Prozent abgeschnitten. Am tiefsten in die Rezession abgesackt ist die Stadt Schweinfurt mit einem Minus von 9,4 Prozent, gefolgt von Regensburg mit - 7,4 Prozent. In Oberbayern weist die Stadt Ingolstadt einen BIP-Rückgang von 5,4 Prozent auf, die Landeshauptstadt München ein Minus von 1,8 Prozent.

„In der schwersten Weltwirtschaftskrise der Nachkriegszeit ist Rosenheim erfreulich glimpflich davongekommen. Dennoch besteht kein Anlass, die Hände in den Schoß zu legen. Denn bei der Wirtschaftsleistung je Einwohner rangieren wir 2009 mit 40.373 Euro zwar 38 Prozent über Bundesdurchschnitt, aber innerhalb Bayerns nur auf Rang 21 unter den 25 kreisfreien Städten. Wir müssen speziell den produzierenden Unternehmen die Möglichkeit bieten, auch bei Unternehmens- erweiterungen oder Verlagerungen in der Stadt bleiben zu können, wenn wir die Wirtschaftskraft der Stadt nachhaltig absichern wollen. Das Gewerbegebiet Oberfeld mit sechs Hektar Ansiedlungsfläche bietet dafür ab Herbst eine erste Möglichkeit, wenn das Umlegungsverfahren erfolgreich abgeschlossen ist. Auch auf dem Bahnhofsareal Süd können wir mit dem geplanten Technologiecampus mittelfristig entsprechende Flächen anbieten“, so Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl.

Pressemitteilung Stadt Rosenheim

Rubriklistenbild: © Förg/pa

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