Guter Ausbildungsmarkt im März

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Landkreis - Trotz Kälte kann man eine Frühjahrsbelebung erkennen: Die Arbeitslosenzahl ist gesunken, besonders der Ausbildungsmarkt kann ein klares Plus verzeichnen.

Der vollständige Arbeitsmarktreport (pdf)

Das Arbeitsmarktbarometer (pdf)

Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein sank im März um 0,3 auf 4,2 Prozent, das sind 10 681 Menschen. Im Vergleich zum Februar sind 792 Menschen weniger, das sind 6,9 Prozent und im Vergleich zum März des Vorjahres 899 oder 9,2 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. „Die Arbeitslosenquote liegt mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Februar erkennen wir die einsetzende Frühjahrsbelebung jedoch schon deutlich. Der Winter hat uns zwar einen weiteren Monat ohne Rückruf der Außenberufler beschert; die Hotellerie profitiert jedoch durch eine gute Buchungslage mit den Osterurlaubern, die die Skisaison noch ausnutzen können“, analysiert Jutta Müller, Vor- sitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein.

Unter den 10 681 Menschen sind 1 133 Arbeitslose jünger als 25 Jahre darunter 183 unter 20 Jahre. Im Vormonat waren es noch 11,9 Prozent mehr, das bedeutet, dass 150 junge Menschen wieder eine Erwerbstätigkeit oder Ausbildung aufgenommen haben. Die isolierte Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe beträgt 3,5 Prozent. 3 708 Gemeldete sind zwischen 50 und 65 Jahre alt. Darunter sind 2 249 arbeitslose Men- schen älter als 55 Jahre. Der isolierte Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt 34,7 Prozent. Auch in dieser Altersgruppe sind es im Vergleich zum Februar 172 Menschen weniger, ein Rückgang um 4,4 Prozent. Im Vorjahresvergleich sind es jedoch 296 Menschen mehr.

Bundesweite Zahlen:

Zahl der Arbeitslosen nur leicht gesunken

2 669 Neumeldungen wurden im März aufgenommen. Im Februar waren es noch 2 997 Zu- gänge, das heißt, dass hier ein Rückgang um 10,9 Prozent erreicht wurde. Hiervon meldeten sich 1 281 Menschen aus Erwerbstätigkeit, 432 aus Ausbildung oder Qualifizierung und 910 aus Nichterwerbstätigkeit Seit Jahresbeginn haben sich im Agenturbezirk Traunstein 10.506 Menschen erneut oder erstmals arbeitslos gemeldet. Den Neumeldungen stehen 3 467 Abmeldungen gegenüber. Im Februar waren es 750 Men- schen weniger, die sich aus der Vermittlung abmeldeten und im März des Vorjahres 191 mehr. 1 710 Menschen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, das sind 678 mehr als im Februar. 435 begannen eine Ausbildung, 1 129 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit und 193 nann- ten sonstige Gründe.

Der Stellenbestand im März zeigt 2 332 Angebote, das sind 179 mehr als im Vormonat und 229 weniger als im März des Vorjahres. 946 Stellen wurden an den Arbeitgeberservice neu gemeldet; das sind 69 mehr als im Februar. Durch den frühen Ostertermin wurden allein im März 176 Stellen für Hotel- und Gaststättenberufe neu aufgenommen, darunter zum Teil be- reits Sommersaisonstellen. Das aktuelle Angebot in diesen Berufen sind 360 Stellen.

Der Ausbildungsstellenmarkt im Agenturbezirk Traunstein gesamt zeigt eine Steigerung bei den Bewerberzahlen um 1,5 Prozent, das sind 2 950 Ausbildungssuchende, 43 mehr als im vorangegangenen Berichtsjahr. „Auch die Anzahl der Ausbildungsstellen, die uns gemeldet wurden, ist mit 3 675 Angeboten, einem Plus von 4,5 Prozent, auf einem sehr hohen Stand“, freut sich Müller. „Dass sich trotz gesunkener Schülerzahlen jährlich immer mehr Jugendliche bei uns melden als in den vergangenen Jahren, zeigt uns, dass wir mit unserem Beratungskonzept richtig liegen“, so Müller.

Landkreis Traunstein

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein beträgt im März 3,8 Prozent, das ist ein Rückgang gegenüber Februar um 0,2 Prozentpunkte. Im März 2012 lag die Quote bei 3,5 Prozent. 3 313 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 270 Menschen mehr als vor ei- nem Jahr, das entspricht einem Anstieg von 8,9 Prozent. Im Vergleich zu Februar sind dies

226 Menschen weniger, ein Rückgang um 6,4 Prozent. Geteilt nach Rechtskreisen gehören 2 019 Menschen zur Agentur für Arbeit (SGB III) und 1 294 zu den Kunden des Jobcenters (SGB II). Unter den 3 313 arbeitslosen Menschen sind 351 jüngere unter 25 Jahren, das sind 39 weniger als im Vormonat. 1 177 (Vorjahr 1 146) Menschen sind älter als 50 Jahre; darunter sind 723 älter als 55 Jahre. 627 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen; innerhalb der Ge- samtgruppe beträgt ihr Anteil 18,9 Prozent. In dieser Untergruppe ist ein leichter Anstieg um 3,8 Prozent, das sind 23 Menschen zu verzeichnen. Ebenso bei der Anzahl der arbeitslosen Frauen; hier sind es aktuell 11 Frauen mehr als im Februar. In allen anderen Teilgruppen la- gen die Märzzahlen deutlich unter denen vom Februar.

1 069 (Februar 843) Menschen konnten ihre Erwerbslosigkeit beenden, 570 nahmen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf, das sind 53 Prozent aller Abmeldungen. 131 begannen eine Ausbildung und/oder Qualifizierung, 301 meldeten sich in Nichterwerbs- tätigkeit ab und 61 Menschen nannten sonstige Gründe. Getrennt nach Rechtskreisen waren 798 Abmeldungen im SGB III-Bereich (Arbeitslosengeld I) und 271 im SGB II-Bereich (Ar- beitslosengeld II) zu notieren. Dem stehen 850 Neumeldungen gegenüber, ein deutlicher Rückgang zu Februar um 159 Menschen, das sind 15,8 Prozent.

Der Stellenbestand im Landkreis Traunstein beträgt 895, worunter 341 Neumeldungen sind. Im Vormonat waren es noch 817 Stellen im Bestand. Der Arbeitsmarkt im Bereich Gesundheits- und Sozialberufe ist weiterhin sehr gut mit 53 aktuellen Angeboten. Mehr als ein Fünf- tel (189 Angebote) kommt allein aus dem Gastgewerbe, hier fast hälftig aus Beherbergung und Gastronomie.

Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Traunstein bietet 1 414 Angebote, das sind 85 oder 6,4 Prozent mehr als im Berichtsjahr davor. Dem stehen 1 190 Ausbildungssuchende gegenüber, 40 mehr als im Vorjahr, eine Steigerung um 3,5 Prozent. „Wir freuen uns darü- ber, dass sich die Arbeitgeber so intensiv um den Unternehmensnachwuchs kümmern, und verstärkt ausbilden. Wir wenden uns auch an die Schülerinnen und Schüler, dieses gute An- gebot zum Anlass zu nehmen, ihre Berufswahl mit der nötigen Verlässlichkeit anzugehen und sich nicht auf der großen Auswahl auszuruhen. Die Ausbildung steht am Anfang des Berufsweges und bleibt eine sichere Basis“, appelliert Müller.

Landkreis Altötting

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im März 4,0 Prozent, das sind 2 367 Menschen. Im Vormonat waren es noch 9,1 Prozent, bzw. 238 Menschen mehr. Der Vorjahresvergleich zeigt einen geringfügigen Anstieg um 3,1 Prozent, d.h. 72 Menschen weniger waren von Arbeitslosigkeit betroffen; die Quote lag bei 3,9 Prozent.

Darunter sind 47 Jugendliche unter 20 Jahren (Vormonat: 47), innerhalb der 252 unter 25 Jahren (Vormonat: 294). Die Anzahl der arbeitslosen Menschen über 55 Jahre ist mit 512 im Vergleich zum Vormonat um 14 leicht gesunken, im März des Vorjahres waren es 15 weniger. Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen konnte im Vormonatsvergleich um 26 und im Vor- jahresvergleich um 22 gesenkt werden, so dass noch 507 Menschen im Landkreis zu dieser Gruppe zählen.

604 Menschen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos. Das sind nur knapp zwei Drit- tel der Anzahl im Januar als mit einem Zugang von 955 Menschen umgegangen werden musste. Gegenüber Februar ist dies ein Rückgang um 14,2 Prozent oder 100 Menschen. Die Analyse der Neumeldungen zeigt, dass 251 Menschen aus Erwerbstätigkeit kamen, 91 aus Ausbildung, 253 aus Nichterwerbstätigkeit und 9 machten hierzu keine Angabe.

848 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, davon 383 durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, das sind 45 Prozent aller Abmeldungen. 129 Menschen begannen eine Aus- bildung oder Qualifizierung und 302 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Insgesamt teilen sich die Kunden in 1 365 bei der Agentur (SGB III) und 1 002 Kunden des Jobcenters (SGB II).

351 Stellenangebote sind im März im aktuellen Bestand, das sind 31 mehr als im Februar. Im Vorjahresvergleich gab es 141 Stellen weniger. Den größten Anteil mit 98 Angeboten stellen Meldungen der Zeitarbeitsfirmen. Diese zählen zu den Dienstleistungsangeboten mit ins- gesamt 163 Meldungen. Den zweitgrößten Anteil beanspruchen die Fertigungsberufe mit 151 aktuellen Angeboten.

Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Altötting hat mit 812 gemeldeten Angeboten 79 mehr als im vergangenen Jahr, eine Steigerung um 10,8 Prozent. Die Bewerberzahlen sind mit 527 um 10,7 Prozent zurückgegangen. „Das rein rechnerische Verhältnis liegt bei 1,5 Ausbildungsstellen pro Bewerber“, so Müller, „das heißt jedoch nicht, dass sich der Wunsch- beruf oder auch der Wunschkandidat mühelos ergibt. Jeder Arbeitgeber ist gut beraten, sei- ne Entscheidung nicht über die Zeit hinauszuschieben. Möglicherweise wird ein schwächerer Schüler ein Top-Azubi, der das Team auch fordert und bereichert“, schließt Müller.

Landkreis Berchtesgadener Land

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Berchtesgadener Land beträgt im März 5,1 Prozent, ein Rückgang um 0,4 gegenüber dem Vormonat Februar. Im März 2012 lag die Quote bei 4,6 Prozent. 2 460 Menschen sind arbeitslos gemeldet, darunter 243 jüngere unter 25 Jahren und 893 ältere über 50 Jahre. 330 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen. In allen Gruppen außer bei den schwerbehinderten Menschen konnte ein Rückgang zum Vormonat verzeichnet werden. 191 schwerbehinderte Menschen bilden 7,8 Prozent der Gesamtheit.

Im Landkreis Berchtesgadener Land gab es im März 752 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit, das sind 28,8 Prozent mehr als im Februar; darunter 573 Kunden der Agentur und 179 Kun- den des Jobcenters Berchtesgadener Land. Insgesamt 411 davon nahmen eine Arbeit auf (Agentur: 378; Jobcenter: 33), das sind 54 Prozent aller Abmeldungen. 66 Menschen gingen in Ausbildung oder Qualifizierung (Agentur: 50 Jobcenter: 16). 237 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab und 38 gaben sonstige Gründe für ihre Abmeldung an. 579 Menschen meldeten sich erstmals oder wieder arbeitslos, davon 390 bei der Agentur und 189 beim Jobcenter.

621 Stellen sind im Bestand, das sind 52 mehr als im Vormonat. 238 Angebote sind im März neu aufgenommen worden. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 75 Stellen weniger. Von den 491 sozialversicherungspflichtigen Stellenangeboten sind 118 im Gastgewerbe und 127 in der öffentlichen Verwaltung/Verteidigung. Diese zwei Berufsbereiche machen knapp die Hälfte (49,9 Prozent) des gesamten Angebots aus.

Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Berchtesgadener Land bietet 531 Bewerberinnen und Bewerbern (Vorjahr 520) ein Angebot an 824 Ausbildungsstellen, das sind 24 oder 3,0 Prozent mehr als im vorhergehenden Berichtsjahr. Die beiden großen Berufsbereiche sind mit 261 Angeboten die Fertigungsberufe und 233 die Kaufleute und Handelsberufe. „Wir stellen bei den Top Ten der Berufe immer wieder fest, dass sich die traditionellen Berufswünsche nur sehr langsam ändern“, analysiert Müller. „bei den Mädchen stehen die kaufmännischen Berufe oder Medizinische Fachangestellte auf den ersten drei Rängen, bei den Jungen sind es zunächst die technisch-mechatronischen Berufe und auf Platz drei die Kaufleute.“

Landkreis Mühldorf

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf beträgt im März 4,3 Prozent, das ist eine Sen- kung um 0,3 Prozentpunkte im Vormonatsvergleich. 2 541 Menschen waren im März arbeitslos gemeldet, 157 oder 5,8 Prozent weniger als im Februar. Im Vorjahresvergleich ist dies ein Anstieg um 11,6 Prozent, 254 Menschen weniger waren im März 2012 gemeldet. Aktuell sind 287 jüngere unter 25 Jahre gemeldet, wovon 36 unter 20 Jahre alt sind. Im Feb- ruar waren es noch 318 junge Menschen, ein Rückgang um 9,7 Prozent. 817 Menschen sind älter als 50, darunter gehören 471 zu den Älteren über 55 Jahre. Diese Altersgruppe hat 32,2 Prozent Anteil an der Gesamtheit aller Arbeitslosen im Landkreis. Der Vormonatsvergleich zeigt einen leichten Rückgang um 3,9 Prozent, das sind 33 Menschen; der Vorjahresvergleich jedoch einen Anstieg um 95 Menschen, das sind 13,2 Prozent. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen beträgt 609, ein leichter Rückgang um 14 gegenüber Februar, und um 5 im Vorjahresvergleich. Getrennt nach Rechtskreisen zählen 1 364 Kunden zur Agentur für Arbeit und 1 177 Kunden des Jobcenters. 636 Neumeldungen, das ist eine weniger als im Vormonat, und 74 mehr als im März 2012 wurden von der Arbeitsvermittlung bearbeitet. Hiervon kamen 285 aus Erwerbstätigkeit, 100 meldeten sich nach Ausbildung oder Qualifizierung und 241 kamen aus Nichterwerbstätig- keit. Dem stehen 798 Abmeldungen, das sind 159 mehr als im Vormonat, gegenüber. Hiervon gingen 43 Prozent wieder in Erwerbstätigkeit, das sind 346 Menschen.

465 Stellenangebote sind beim Arbeitgeberservice registriert, gegenüber Februar ist das ein Plus von 18, bzw. 4,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 101 Stellen weniger. 187 Angebote zählen zu den Fertigungsberufen, darunter 75 Angebote für Metallbearbeiter und Mechaniker. 241 Angebote kommen aus dem Dienstleistungsbereich, hierunter fallen die 81 Gesundheits- und Sozialberufe ebenso wie die Warenkaufleute (36) oder Büroberufe (40).

Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Mühldorf hat mit 625 Angeboten 29 weniger als im Berichtsjahr davor. Das entspricht einem Rückgang von 4,4 Prozent. Dem steht eine um 8,5 Prozent gestiegene Bewerberanzahl von 702 jungen Menschen, 55 mehr als im Vorjahr gegenüber. „Unter diesen 702 jungen Menschen sind 16, die schon 2 Jahre oder länger ih- ren Schulabschluss hinter sich haben. Hier gibt es Möglichkeiten für Arbeitgeber, von der klassischen Azubi-Auswahl abzuweichen. So mancher Jugendliche hat diese Jahre klug genutzt und kann seine Erfahrungen gut in den Betrieb einbringen. Hier kann aus einem vermeintlichen Wagnis ein großer Gewinn für alle Beteiligten erwachsen“, ermutigt Müller abschließend.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser