Agentur für Arbeit zieht Bilanz

So viele Pendler gibt es in der Region

Landkreis Rosenheim - Die Arbeitslosenquote sank zuletzt auf 2,6 Prozent, wobei man schon fast von Vollbeschäftigung sprechen kann. Viele Arbeiter nehmen dabei gerne einen weiteren Weg auf sich, um dem Traumjob nachzugehen. 

"Unser Arbeitsmarkt ist in guter Verfassung. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in unserem Agenturbezirk, der Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, in den vergangenen Jahren immer weiter auf zuletzt 183.600 gestiegen", sagt Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur. 

"Wir konnten im Mai bei einer Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent fast von Vollbeschäftigung sprechen. Dennoch nehmen die Arbeitnehmer verstärkt einen weiteren Arbeitsweg in Kauf, da die richtige Stelle wohl seltener direkt vor der Haustür liegt."

Einpendler und Grenzgänger

Weiter sagt Cujai, dass 35.800 Personen täglich oder wöchentlich in unseren Agenturbezirk einpendeln. Das sind so viele wie noch nie. Von den Einpendlern stammen mit rund 9000 Personen die meisten aus Traunstein, gefolgt von Arbeitnehmern aus dem München (Stadt und Landkreis München) und  Weilheim. 1550 weitere sind Grenzgänger und kommen aus einem anderen Staat, in der Regel aus Österreich.“

Sozialversicherungspflichtige beschäftigte Einpendler

Die Sogwirkung der Landeshauptstadt

Die Agenturleiterin erklärt weiter, dass dennoch  147.600 Männern und Frauen im Bezirk, in dem sie wohnen, arbeiten. Aber auch ihr Arbeitsplatz liegt selten direkt in ihrer Gemeinde. So haben Menschen, die in der kreisfreien Stadt Rosenheim wohnen, beispielsweise häufig ihren Arbeitsplatz im Kreis Rosenheim.

Immer mehr Arbeiter aus dem Bezirk der Agentur für Arbeit, zuletzt rund 60.000, sind sogenannte Auspendler und arbeiten außerhalb des Agenturbezirks. Das entspricht einem Anstieg von gut 2000 Personen gegenüber dem Vorjahr. 

Sozialversicherungspflichtige beschäftigte Auspendler

Cujai dazu: "Gut 60 Prozent der Auspendler, sind im Ballungsraum München angestellt. An zweiter Stelle steht der Agenturbezirk Weilheim , gefolgt von Freising. Daraus ergibt sich, dass 24.100 mehr Arbeitnehmer aus- als einpendeln, was die Sogwirkung der Landeshauptstadt unterstreicht."

35.000 Arbeitsplätze in der Stadt Rosenheim

Die Stadt Rosenheim zählt rund 35.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Mehr als zwei Drittel davon, werden durch Einpendler besetzt. Die meisten davon kommen aus dem Landkreis Rosenheim (16.873), der Stadt München (1048) und dem Landkreis Traunstein (1044). Rund 24.000 Beschäftigte haben die Stadt Rosenheim als ihren Wohnort gemeldet. 

Mehr als die Hälfte der Anwohner, arbeiten außerhalb. Die meisten davon pendeln in den Landkreis Rosenheim (7408), die Stadt München (2291) und den Landkreis München (641).

Ein Drittel Einpendler in den Landkreis Rosenheim

Im Landkreis Rosenheim sind rund 80.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze registriert. Knapp ein Drittel der Stellen, werden durch Einpendler besetzt. Die meisten davon kommen aus der Stadt Rosenheim (7 408), dem Landkreis Traunstein (4 505) und dem Landkreis Mühldorf am Inn (1 941). Fast 100.000 Beschäftigte haben den Landkreis Rosenheim als ihren Wohnort gemeldet. 

Mehr als 42.000 davon sind Auspendler. Die meisten davon arbeiten in die Stadt Rosenheim (16 873), der Stadt (8 247) und dem Landkreis München (3 821).

Pressemeldung Agentur für Arbeit Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance / Carsten Rehde (Symbolbild)

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