Positive Quote bei Agentur für Arbeit Traunstein

"Die Region ist sehr stark von Witterung und Tourismus abhängig"

Landkreis Traunstein - Die Agentur für Arbeit Traunstein zieht eine positive Frühjahrsquote in ihrem Arbeitsmarktbericht vom März. Die Zahl der Abmeldung zeige, dass die Region vor allem vom Tourismus abhängig sei, der viele Arbeitsstellen biete.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein sank im März um 0,4 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent, das sind 8840 Menschen. Im Vergleich zum Februar sind 1.039 Menschen, das sind 10,5 Prozent weniger, von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vergleich zum März des Vorjahres sind es 520 oder 5,6 Prozent weniger. 

Die Arbeitslosenquoten der einzelnen Landkreise: Altötting 3,0 Prozent, Berchtesgadener Land 4,0 Prozent, Mühldorf 3,2 Prozent und Traunstein 2,9 Prozent. 

Unter den 8 840 Menschen sind 861 Arbeitslose jünger als 25 Jahre darunter 173 unter 20 Jahre. Im Vormonat waren es noch 9,3 Prozent mehr, das bedeutet, dass 88 junge Menschen wieder eine Erwerbstätigkeit oder Ausbildung aufgenommen haben. Die isolierte Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe beträgt 2,6 Prozent, gegenüber 2,8 noch im Februar und 2,9 Prozent im Vergleichsmonat des Vorjahres. 

3 408 Gemeldete sind zwischen 50 und 65 Jahre alt. Der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt 38,6 Prozent. Auch hier sind es im Vergleich zum Februar 348 Menschen weniger, ein Rückgang um 9,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr sind es 78 Menschen weniger.

Über 2.600 Neumeldungen wurden im März aufgenommen. Im Februar waren es noch 270 mehr. Hiervon meldeten sich 1149 Menschen aus Erwerbstätigkeit, 607 aus Ausbildung oder Qualifizierung und 802 aus Nichterwerbstätigkeit. Den Neumeldungen stehen 3.641 Abmeldungen gegenüber. Das sind 577 mehr als im Februar. Davon nahmen 1898 Menschen eine Erwerbstätigkeit auf, 715 mehr als im Februar. 609 Menschen begannen eine Ausbildung und 1008 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit. 

„Die hohe Zahl an Abmeldungen im März ist ein Indiz dafür,wie stark die Region von der Witterung und vom Tourismus abhängig ist“, so Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein, „die Wiedereinstellung in den Außenberufen und in der Hotellerie ist in vollem Gange.“ Der Stellenbestand im März zeigt 3879 Angebote, das sind 99 mehr als im Vormonat und 96 mehr als im März des Vorjahres. 1099 Stellen wurden an den Arbeitgeberservice neu gemeldet - das sind 96 weniger als im Februar.

Der Ausbildungsstellenmarkt im Agenturbezirk Traunstein gesamt zeigt einen deutlichen Rückgang bei den Bewerberzahlen um 15,0 Prozent, das heißt, die aktuell 2402 Ausbildungssuchenden sind 425 weniger als im vorangegangenen Berichtsjahr. „Die Anzahl der Ausbildungsstellen, die uns gemeldet wurden, ist mit 3776 Angeboten um 167 höher als im vergangenen Berichtsjahr“, erläutert Müller. „Wir appellieren dringend an Ausbildungssuchende, sich bei uns in der Berufsberatung zu melden. Die hohe Zahl an unbesetzten Ausbildungsplätzen bedeutet, dass sich noch zu wenige um ihre Zukunft ab September gekümmert haben“, so Müller abschließend. 

Landkreis Traunstein 

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein betrug im März 2,9 Prozent, das ist ein Rückgang gegenüber Februar um 0,4 Prozentpunkte und ein Rückgang um 0,2 Prozentpunkte zum März 2018. 2810 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 118 Menschen weniger als vor einem Jahr und 393 weniger als im Februar, ein Rückgang um 12,3 Prozent. Geteilt nach Rechtskreisen gehören 1805 Menschen zur Agentur für Arbeit (SGB III) und 1005 zu den Kunden des Jobcenters (SGB II). Unter den 2810 arbeitslosen Menschen sind 259 jüngere unter 25 Jahren, das sind 44 weniger als im Vormonat. 

1161 (Vorjahr 1167) Menschen sind älter als 50 Jahre, darunter sind 783 älter als 55 Jahre. 563 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen - innerhalb der Gesamtgruppe beträgt ihr Anteil genau ein Fünftel. 1176 (Februar 934) Menschen konnten ihre Erwerbslosigkeit beenden, 671 davon nahmen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf, das sind 72,5 Prozent mehr als im Vormonat. 

134 begannen eine Ausbildung und/oder Qualifizierung und 323 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Getrennt nach Rechtskreisen waren 921 Abmeldungen im SGB III-Bereich (Arbeitslosengeld I) und 255 im SGB II-Bereich (Arbeitslosengeld II) zu notieren. Dem stehen 779 Neumeldungen gegenüber, ein Rückgang zu Februar um 99 Menschen, das sind 11,3 Prozent. 

Der Stellenbestand im Landkreis Traunstein beträgt 1208, worunter 374 Neumeldungen sind. Im Vormonat waren es noch 1162 freie Stellen. Der Arbeitsmarkt im Bereich Gesundheits- und Sozialberufe ist weiterhin sehr gut mit 113 aktuellen Angeboten. 165 Angebote kommen aus dem Gastgewerbe. 

Mit 297 Angeboten bieten die Zeitarbeitsunternehmen Wiedereinstiegschancen. Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Traunstein bietet 1455 Angebote, das sind 59 mehr als im Berichtsjahr davor. Dem stehen 839 Ausbildungssuchende gegenüber, 106 weniger als im Vorjahr. 

„Das rechnerische Verhältnis von 1,7 Ausbildungsplätzen zu gemeldetem Bewerber sieht optimistisch aus, birgt allerdings nicht die Garantie auf den Wunschberuf“, erläutert Müller, „wer einen bestimmten Beruf erlernen möchte, muss sich spätestens jetzt darum kümmern“, appelliert Müller abschließend.

Landkreis Altötting 

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im März 3,0 Prozent, das sind 1872 Menschen. Im Vormonat waren es noch 204 Menschen mehr, ein Rückgang um 9,8 Prozent. Der Vorjahresvergleich zeigt einen Rückgang um 7,4 Prozent, dass heißt149 Menschen weniger sind derzeit von Arbeitslosigkeit betroffen - die Quote lag bei 3,3 Prozent. 

Gemeldet sind 49 Jugendliche unter 20 Jahren (Vormonat: 45), innerhalb der 184 unter 25 Jahren (Vormonat: 195). Die Anzahl der arbeitslosen Menschen über 50 Jahre ist mit 702 im Vergleich zum Vormonat um 98 deutlich gesunken, im März des Vorjahres waren es 47 mehr.Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen sank im Vormonatsvergleich um zwei und im Vorjahresvergleich um 58, so dass noch 401 Menschen im Landkreis zu dieser Gruppe zählen. 

600 Menschen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos. Gegenüber Februar sind dies 45 weniger. Die Analyse der Neumeldungen zeigt, dass 225 Menschen aus Erwerbstätigkeit kamen, 168 aus Ausbildung und 201 aus Nichterwerbstätigkeit. 804 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, davon 364 durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, 187 durch eine Ausbildung oder Qualifizierung und 233 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. 

Insgesamt teilen sich die Kunden in 998 bei der Agentur (SGB III) und 874 Kunden des Jobcenters (SGB II). 895 Stellenangebote sind im März im aktuellen Bestand, davon 240 neu aufgenommene. Im Februar gab es 16 Angebote mehr. Im Vorjahresvergleich sind es 92 Stellen mehr. Im Bestand sind 171 Angebote von Zeitarbeitsfirmen aus allen Berufen. Der Berufsbereich Rohstoffgewinnung und Fertigung bildet mit 199 Angeboten den größten Anteil. 

Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Altötting hat mit 830 gemeldeten Angeboten 95 mehr als im vergangenen Jahr. Die Bewerberzahlen sind mit 554 um 9,5 Prozent, das sind 58 Ausbildungssuchende, gesunken. „Das rein rechnerische Verhältnis liegt bei 1,5 Ausbildungsstellen pro Bewerber“, so Müller, „das heißt auch für Spätentschlossene, dass es gute Chancen gibt, noch einmal durchzustarten. In vielen Betrieben sind ältere Azubis willkommen“, ermuntert Müller. 

Landkreis Berchtesgadener Land 

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Berchtesgadener Land betrug im März 4,0 Prozent, ein Rückgang um 0,5 Prozentpunkte sowohl gegenüber dem Vormonat Februar als auch zum Vorjahresmonat März 2018. 2097 Menschen sind arbeitslos gemeldet, 260 weniger als im Vormonatsvergleich. Darunter sind 178 Jüngere unter 25 Jahren und 845 Ältere über 50 Jahre. In beiden Gruppen konnte ein Rückgang zum Vormonat verzeichnet werden. 

401 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen, das sind 10 mehr als im Vormonat jedoch 82 weniger, als im März des vergangenen Jahres - das entspricht einem Rückgang um 17,0 Prozent. 863 Abmeldungen wurden bearbeitet, das sind 180 mehr als im Februar und 89 mehr als im Vorjahresmonat, darunter 672 Kunden der Agentur und 191 Kunden des Jobcenters Berchtesgadener Land. 

Insgesamt 513 davon nahmen eine Arbeit auf (Agentur: 471; Jobcenter: 42), das sind 59,4 Prozent aller Abmeldungen und 75,1 Prozent mehr als im Februar. 141 Menschen insgesamt gingen in Ausbildung oder Qualifizierung und 187 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. 603 Menschen meldeten sich erstmals oder wieder arbeitslos, davon 450 bei der Agentur und 153 beim Jobcenter. Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März um 91 Stellen auf 931 gestiegen - im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 94 Arbeitsstellen mehr. 

Neu aufgenommen wurden 293 Angebote, 31 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 815 Arbeitsstellen ein, ein Zuwachs von 84 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Berchtesgadener Land bietet 449 Bewerberinnen und Bewerbern (Vorjahr 483) ein Angebot an 790 Ausbildungsstellen, das sind 29 oder 3,5 Prozent weniger als im vorhergehenden Berichtsjahr. 

Die beiden großen Berufsbereiche sind mit 250 Angeboten die Fertigungsberufe und mit 239 die Kaufleute, Handelsberufe und Tourismus. „Aktuell ist noch mehr die Hälfte aller Ausbildungsplätze unbesetzt“, erläutert Müller, „ebenso führen wir noch 178 junge Leute als unversorgt. Wir appellieren an Eltern, Arbeitgeber und Schulen, die Ausbildungssuchenden nach Kräften zu unterstützen, damit der Ausbildungsbeginn gut gelingt“, so Müller abschließend. 

Landkreis Mühldorf 

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf betrug im März 3,2 Prozent, das ist ein Rückgang um 0,3 Prozentpunkte im Vormonatsvergleich. 2.061 Menschen waren im März arbeitslos gemeldet, 182 oder 8,1 Prozent weniger als im Februar. Im Vorjahresvergleich ist dies ebenfalls ein Rückgang um 3,8 Prozent, im März 2018 waren 82 Menschen mehr arbeitslos. 

Aktuell sind 240 jüngere unter 25 Jahre gemeldet, wovon 49 unter 20 Jahre alt sind. Im Februar waren es zwei mehr. 700 Menschen sind älter als 50, darunter gehören 435 zu den Älteren über 55 Jahre. Diese Altersgruppe hat 34,0 Prozent Anteil an der Gesamtheit aller Arbeitslosen im Landkreis. Der Vormonatsvergleich zeigt einen Rückgang um 8,6 Prozent, das sind 60 Menschen - der Vorjahresvergleich eine Verringerung um 21 Menschen. 

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt bei 495, das ist einer mehr als im Februar, jedoch 77 weniger als im Vorjahresvergleich. Getrennt nach Rechtskreisen zählen 1043 Kunden zur Agentur für Arbeit und 1018 Kunden des Jobcenters. 622 Neumeldungen, das sind 53 oder weniger als im Vormonat wurden von der Arbeitsvermittlung bearbeitet. Hiervon kamen 240 aus Erwerbstätigkeit, 162 meldeten sich nach Ausbildung oder Qualifizierung und 206 kamen aus Nichterwerbstätigkeit. 

Dem stehen 798 Abmeldungen, das sind 37 mehr als im Vormonat, gegenüber. Hiervon gingen 43,8 Prozent wieder in Erwerbstätigkeit, das sind 350 Menschen. 845 Stellenangebote sind beim Arbeitgeberservice registriert, gegenüber Februar ist das ein Minus von 22 Angeboten. 

Im Vergleich zum Vorjahr gab es 84 Stellen weniger. 290 Angebote zählen zu den Fertigungsberufen und 160 aus „Gesundheit und Soziales“. Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Mühldorf hat mit 701 Angeboten 42 mehr als im Berichtsjahr davor. Über die Hälfte davon (394) sind noch unbesetzt. Dem steht eine um 28,8 Prozent gesunkene Bewerberanzahl von 560 jungen Menschen, 227 weniger als im Vorjahr, gegenüber. 

„Die meisten freien Ausbildungsplätze, sind im Einzelhandel, Gastronomie und im verarbeitenden Gewerbe“, so Müller, „unter diesen Oberbegriffen sind dutzende verschiedene Berufe zusammengefasst. Hier hilft eine neutrale Beratung, den richtigen Beruf zu finden, aber auch dabei, etwas über den Tellerrand des Wunschberufs hinauszuschauen“, ermuntert Müller abschließend.

Pressemeldung Agentur für Arbeit Traunstein

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