Arbeitslosigkeit steigt im Juli leicht an

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Landkreis - Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf umfasst, ist leicht gestiegen.

Auf einen Blick:

  • Arbeitslosenzahl Juli 2012: + 41 auf 5.494
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: - 160
  • Arbeitslosenquote Juli 2012: 3,1 Prozent
  • Arbeitslosenquote im Vorjahresvergleich: 3,2 Prozent
  • Bestand offene Stellen Juli 2012: 1.626
  • Bestand offene Stellen im Vorjahresvergleich: + 12

Die Zahl der Arbeitslosen steigt im Vergleich zum Juni um ein Prozent, die Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf nun 3,1 Prozent. Der Anstieg ist in erster Linie auf die vermehrten Meldungen von Jugendlichen nach ihrer Schul- bzw. Be-rufsausbildung zurückzuführen.

Obwohl die Stellenzugänge im Juli leicht sinken, ist der Bestand an Stellen und damit die Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin ungebrochen. In einigen Branchen können nach wie vor vakante Arbeitsplätze nicht ohne Weiteres besetzt werden.

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Pfarrkirchen

Statistiken:

Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf umfasst, ist leicht gestiegen. Im Juli waren 5.494 Menschen arbeitslos, das sind 41 Personen (ein Prozent) mehr als im Juni. Im Vergleich zum Juli des letzten Jahres ist die Arbeitslosigkeit hingegen um drei Prozent (160 Personen) zurückgegangen. 2.499 Personen (Vormonat: 2.356) wurden im Juli von der Agentur für Arbeit betreut, 2.995 (Vormonat: 3.097) Menschen von den Jobcentern. Die Arbeitslosenquote lag mit 3,1 Prozent um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat Juni. Im Juli 2011 betrug die Quote 3,2 Prozent.

„Die konjunkturelle Lage ist weiterhin stabil, die Arbeitslosigkeit nach wie vor niedrig. Der geringfügige Anstieg ist für die Jahreszeit üblich: In den Sommermonaten melden sich regelmäßig eine Reihe von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen arbeitslos, die im Herbst eine Berufsausbildung, eine weiterführende Schule oder ein Studium beginnen,“ kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, die neuen Arbeitsmarktzahlen.

Im Juli 2012 meldeten sich 1.644 Personen arbeitslos, das sind 279 Personen oder 20 Prozent mehr als im Juni und 3 Personen mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 1.596 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 119 Personen (acht Prozent) mehr als im Vormonat und 13 Personen (ein Prozent) weniger als im Juli 2011.

1.565 Frauen und Männer waren im Juli ein Jahr und länger ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos, dies sind 17 Personen weniger als im Vormonat. Gegenüber Juli 2011 ist ein Rückgang von 74 Personen (fünf Prozent) festzustellen. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen beträgt, gemessen an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen, weiterhin 29 Prozent; drei Viertel der Langzeitarbeitslosen (1.211 Personen) waren bei den Jobcentern gemeldet.

Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, ist leicht zurückgegangen. 1.937 Ältere waren im Juli arbeitslos gemeldet, dies sind sechs Personen weniger als im Juni. Gegenüber Juli 2011 ist die Arbeitslosigkeit Älterer um 26 Personen (ein Prozent) gesunken. Die Älteren stellen jedoch weiterhin einen hohen Anteil (35 Prozent) an der Gesamtarbeitslosigkeit. „Es muss nach wie vor alles daran gesetzt werden, auch ältere Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Hier gilt unser Appell nicht zuletzt den Arbeitgebern“, betont Jutta Müller.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist, wie eingangs bereits beschrieben, erwartungsgemäß gestiegen. Im Juli waren 629 Arbeitnehmer unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, dies sind 16 Prozent (85 Personen) mehr als im Juni. Der Anteil der Jugendlichen an der Gesamtarbeitslosigkeit steigt dadurch von zehn auf elf Prozent. Im Vergleich zum Juli 2011 sind hingegen um 37 Personen (sechs Prozent) weniger junge Menschen ohne Arbeit.

Der Bestand an offenen Stellen im Agenturbezirk Pfarrkirchen ist im Juli wieder leicht gestiegen. 1.626 Stellen waren im Bestand, dies sind 49 Stellen (drei Prozent) mehr als im Juni und 12 Stellen (ein Prozent) mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. 607 freie Stellen wurden im Agenturbezirk Pfarrkirchen neu gemeldet. Dies sind 27 Stellenzugänge (vier Prozent) weniger als im Vormonat und 83 (zwölf Prozent) weniger als im Juli 2011.

Die Agenturchefin erläutert: „Die Stellenzugänge sind im Juli leicht zurückgegangen, die Bestände leicht gestiegen. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust, jedoch verliert er im Vergleich zum Vorjahr langsam an Dynamik. Die Arbeitgeber melden weniger Stellen, die Fluktuation in den Betrieben geht etwas zurück. Eine spürbare Abschwächung der Konjunktur lässt sich auf dem regionalen Arbeitsmarkt aber aktuell nicht feststellen. In einigen Branchen können vakante Stellen für Fachkräfte nach wie vor nicht ohne Weiteres besetzt werden“. Jutta Müller appelliert an die Betriebe, vermehrt alternative Wege zur Mitarbeitergewinnung in Betracht zu ziehen: „Unternehmen sind gut beraten, auch älteren Arbeitnehmern, Personen mit formal geringerer Qualifizierung oder Menschen mit Handicap eine Chance zu geben. Diese Menschen stellen ein Potential dar, dem mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf mehr Aufmerksamkeit zukommen muss.“

Zusätzlich zu den 5.494 registrierten Arbeitslosen umfasst die Unterbeschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen weitere 2.303 Personen. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen insbesondere die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an bestimmten Maßnahmen der Arbeitsförderung teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind (wie z. B. in Krankheit oder in vorruhestandsähnlichen Regelungen) und insoweit den Arbeitsmarkt entlasten. Damit wird ein vollständigeres Bild über die Zahl von Menschen mit Problemen am Arbeitsmarkt sowie über das Ausmaß fehlender regulärer Beschäftigung gezeichnet. Die Unterbeschäftigung zählt insgesamt 7.797 Personen.

Zum Ausbildungsstellenmarkt im Agenturbezirk Pfarrkirchen

Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe im Agenturbezirk Pfarrkirchen ist hoch. Bis zum Stichtag im Juli 2012 wurden der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen 2.469 Ausbildungsstellen gemeldet, das sind 367 Stellen (18 Prozent) mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei den angebotenen Ausbildungsstellen waren regionale Unterschiede festzustellen. In der Region Altötting lag der Schwerpunkt bei den Chemie- und Fertigungsberufen. Im Landkreis Mühldorf wurden überwiegend Ausbildungsstellen aus dem Bereich Büro, Handel sowie industrielle Metall- und Fertigungsberufe angeboten. Im Landkreis Rottal-Inn kamen die meisten Stellenangebote aus dem Handwerk.

Die Zahl der gemeldeten Bewerber um Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. So waren im Juli 2.127 Bewerber gemeldet, dies sind 65 Personen (drei Prozent) mehr als im Vorjahr. Die Schwerpunkte der Nachfrage waren wie in den vergangenen Jahren die Büro- und Verwaltungsberufe, die Berufe im Bereich Handel und Ausbildungsberufe in der Produktion und Fertigung.

Die Agenturchefin kommentiert zum Ausbildungsmarkt: „Die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist sehr erfreulich. Es zeichnet sich jedoch bereits jetzt ab, dass nicht alle Ausbildungsstellen mit den Ausbildungssuchenden besetzt werden können. Ich appelliere daher an alle Betriebe, auch schwächeren oder weniger geeignet erscheinenden Bewerbern eine Chance zu geben. Gerade junge Menschen entwickeln sich oft überraschend positiv, wenn man auf sie setzt. In Anbetracht der demografischen Entwicklung sind Betriebe gut beraten, sich auch diesen Jugendlichen öffnen. Speziell bei schwächeren Auszubildenden kann auch die Agentur für Arbeit - zum Beispiel mit der Finanzierung eines Stützunterrichts - helfen.“

Landkreis Rottal-Inn

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Rottal-Inn ist, entgegen dem Trend im Agenturbezirk, nochmals leicht zurückgegangen. Insgesamt waren im Juli 1.686 Menschen auf Arbeitssuche, dies sind 57 Personen (drei Prozent) weniger als im Vormonat und 83 Personen (fünf Prozent) weniger als im Juli 2011. 789 Arbeitslose (Vormonat: 832) waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 897 (Vormonat: 911) beim Jobcenter Rottal-Inn. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 2,7 Prozent (Juni: 2,8 %). Der Landkreis Rottal-Inn hält somit weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Pfarrkirchen. 477 Personen meldeten sich im Juli arbeitslos, dies sind 57 Personen (14 Prozent) mehr als im Juni, jedoch 60 (12 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 531 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 53 Personen (elf Prozent) mehr als im Juni, aber 42 Personen (sieben Prozent) weniger als im Juli 2011.

479 Arbeitslose waren länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. Der Umfang der Langzeitarbeitslosigkeit bewegt sich auf dem Niveau des Vormonates (minus drei Personen) wie auch des Vorjahres (keine Veränderung). Der Anteil der Langzeitarbeitslosen liegt, gemessen an allen Arbeitslosen, wie im letzten Monat bei 28 Prozent. Drei Viertel aller Langzeitarbeitslosen werden vom Jobcenter betreut.

Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, hat sich leicht verringert. 610 Ältere (Juni: 634) waren im Juli auf Arbeitssuche, dies entspricht einem Rückgang von vier Prozent (24 Personen). Gegenüber Juli 2011 ist ein Rückgang um fünf Personen festzustellen. Die Älteren halten jedoch weiterhin einen sehr hohen Anteil (36 Prozent) an der Gesamtarbeitslosigkeit. „Es muss nach wie vor alles daran gesetzt werden, auch ältere Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Hier gilt unser Appell nicht zuletzt den Arbeitgebern“, betont Jutta Müller.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat erwartungsgemäß gestiegen. 216 junge Menschen unter 25 waren im Juli ohne Arbeit, dies sind 17 Personen (neun Prozent) mehr als im Vormonat, aber elf Personen (fünf Prozent) weniger als vor einem Jahr. Der Anteil der Jüngeren an der Gesamtarbeitslosigkeit ist dadurch von elf auf 13 Prozent gestiegen. Agenturchefin Jutta Müller erläutert: „Der geringfügige Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist für die Jahreszeit üblich: In den Sommermonaten melden sich regelmäßig eine Reihe von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen arbeitslos, die im Herbst eine Berufsausbildung, eine weiterführende Schule oder ein Studium beginnen“.

Der Bestand an offenen Stellen ist im Landkreis Rottal-Inn leicht angewachsen. Mit 592 waren zwei Stellen mehr im Bestand als im Vormonat, im Vergleich zum Juli 2011 sind 49 Stellen (neun Prozent) mehr zu verzeichnen. 225 Stellenangebote wurden neu gemeldet, dies sind elf (fünf Prozent) weniger als im Juni und 19 (acht Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Stellenangebote kamen hauptsächlich aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Handel, dem Baugewerbe und der Dienstleistungsbranche.

Die Agenturchefin erläutert zum Stellenmarkt: „Die Stellenzugänge sind im Juli leicht zurückgegangen, die Bestände leicht gestiegen. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust, jedoch verliert er im Vergleich zum Vorjahr langsam an Dynamik. Die Arbeitgeber melden weniger Stellen, die Fluktuation in den Betrieben geht etwas zurück. Eine spürbare Abschwächung der Konjunktur lässt sich auf dem regionalen Arbeitsmarkt aber aktuell nicht feststellen. In einigen Branchen können vakante Stellen für Fachkräfte nach wie vor nicht ohne Weiteres besetzt werden.“ Jutta Müller appelliert an die Betriebe, vermehrt alternative Wege zur Mitarbeitergewinnung in Betracht zu ziehen: „Unternehmen sind gut beraten, auch älteren Arbeitnehmern, Personen mit formal geringerer Qualifizierung oder Menschen mit Handicap eine Chance zu geben. Diese Menschen stellen ein Potential dar, dem mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf mehr Aufmerksamkeit zukommen muss.“

Landkreis Altötting

Im Landkreis Altötting ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli geringfügig gestiegen. 1.790 Menschen waren arbeitslos gemeldet, dies sind drei Personen mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Juli 2011 liegt die Zahl der Erwerbslosen um 100 Personen (fünf Prozent) niedriger. Die Arbeitslosenquote betrug, wie auch im Vormonat, 3,0 Prozent. Im Juli des Vorjahres lag die Quote bei 3,2 Prozent. 849 Arbeitslose (Vormonat: 786) waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 941 (Vormonat: 1.001) beim Jobcenter.

552 Personen meldeten sich im Juli arbeitslos, dies sind 90 Personen (20 Prozent) mehr als im Juni und 16 (drei Prozent) weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 555 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 84 Personen (18 Prozent) mehr als im Juni und 67 Personen (14 Prozent) mehr als im Juli des Vorjahres.

502 Frauen und Männer waren im Juli länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Dies sind 16 Personen (drei Prozent) weniger als im Juni und drei Personen (ein Prozent) weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Der Umfang der Langzeitarbeitslosigkeit bleibt damit nahezu unverändert. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen, gemessen an allen Arbeitslosen, beträgt 28 Prozent. Zwei Drittel (336 Personen) werden vom Jobcenter Altötting betreut.

Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, ist geringfügig gesunken. Im Juli waren 644 Ältere gemeldet, dies sind 13 Personen weniger als im Juni und neun Personen (ein Prozent) weniger als im Juli 2011. Die Älteren halten weiterhin einen hohen Anteil (36 Prozent) an der Gesamtarbeitslosigkeit. „Es muss nach wie vor alles daran gesetzt werden, auch ältere Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Hier gilt unser Appell nicht zuletzt den Arbeitgebern“, betont Jutta Müller.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat erwartungsgemäß gestiegen. 211 junge Menschen unter 25 waren im Juli ohne Arbeit, dies sind 37 Personen (21 Prozent) mehr als im Vormonat, aber 32 Personen (13 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Der Anteil der Jüngeren an der Gesamtarbeitslosigkeit ist dadurch auf 12 Prozent gestiegen. Agenturchefin Jutta Müller erläutert: „Der geringfügige Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist für die Jahreszeit üblich: In den Sommermonaten melden sich regelmäßig eine Reihe von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen arbeitslos, die im Herbst eine Berufsausbildung, eine weiterführende Schule oder ein Studium beginnen“.

Im Landkreis Altötting sind derzeit 467 offene Stellen im Bestand. Dies sind 30 Stellen (sieben Prozent) mehr als im Vormonat, jedoch 64 Stellen (zwölf Prozent) weniger als im Juli des Vorjahres. 184 Stellenangebote wurden im Berichtsmonat neu gemeldet, dies sind acht (vier Prozent) weniger als im Juni. Im Vergleich zum Juli 2011 haben sich die Zugänge um 27 (13 Prozent) verringert. Die Stellenangebote kamen überwiegend aus der Dienstleistungsbranche, dem verarbeitenden Gewerbe und aus dem Handel. Die Agenturchefin erläutert zum Stellenmarkt: „Die Stellenzugänge sind im Juli leicht zurückgegangen, die Bestände leicht gestiegen. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust, jedoch verliert er im Vergleich zum Vorjahr langsam an Dynamik. Die Arbeitgeber melden weniger Stellen, die Fluktuation in den Betrieben geht etwas zurück. Eine spürbare Abschwächung der Konjunktur lässt sich auf dem regionalen Arbeitsmarkt aber nicht feststellen. In einigen Branchen können vakante Stellen für Fachkräfte nach wie vor nicht ohne Weiteres besetzt werden.“

Jutta Müller appelliert an die Betriebe, vermehrt alternative Wege zur Mitarbeitergewinnung in Betracht zu ziehen: „Unternehmen sind gut beraten, auch älteren Arbeitnehmern, Personen mit formal geringerer Qualifizierung oder Menschen mit Handicap eine Chance zu geben. Diese Menschen stellen ein Potential dar, dem mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf mehr Aufmerksamkeit zukommen muss.“

Landkreis Mühldorf

Im Landkreis Mühldorf ist die Zahl der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 95 Personen (fünf Prozent) gestiegen. 2.018 Menschen waren damit im Juni ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,4 Prozent (Vormonat: 3,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit um 23 Personen (ein Prozent), die Arbeitslosenquote betrug damals ebenfalls 3,4 Prozent. Der Kundenkreis der Agentur für Arbeit zählte 861 Personen (Vormonat: 738), das Jobcenter Mühldorf betreute 1.157 arbeitslose Menschen (Vormonat: 1.185).

Im Juli 2012 meldeten sich 615 Personen arbeitslos, dies sind 132 (28 Prozent) mehr als im Juni und 79 (15 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 510 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 18 (drei Prozent) weniger als im Juni und 38 Personen (sieben Prozent) weniger als im Juli des Vorjahres.

584 Menschen waren im Juli länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos, dies sind zwei Personen mehr als im Vormonat. Gegenüber Juli 2011 ist jedoch ein Rückgang um 71 Personen oder elf Prozent zu verzeichnen. Ihr Anteil an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen beträgt nun 29 Prozent, der weitaus überwiegende Teil der Langzeitarbeitslosen (504 Personen) wird vom Jobcenter Mühldorf betreut.

Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, betrug im Juli waren 683. Dies sind 31 Personen (fünf Prozent) mehr als im Juni. Im Vergleich zum Juli 2011 ist die Arbeitslosigkeit Älterer leicht um zwölf Personen (zwei Prozent) zurückgegangen. Die Älteren stellen weiterhin einen hohen Anteil (34 Prozent) an der Gesamtarbeitslosigkeit. „Es muss nach wie vor alles daran gesetzt werden, auch ältere Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Hier gilt unser Appell nicht zuletzt den Arbeitgebern“, betont Jutta Müller.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat erwartungsgemäß gestiegen. 202 junge Menschen unter 25 waren im Juli ohne Arbeit, dies sind 31 Personen (18 Prozent) mehr als im Vormonat und sechs Personen (drei Prozent) mehr als vor einem Jahr. Der Anteil der Jüngeren an der Gesamtarbeitslosigkeit ist dadurch von neun auf zehn Prozent gestiegen. Agenturchefin Jutta Müller erläutert: „Der geringfügige Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist für die Jahreszeit üblich: In den Sommermonaten melden sich regelmäßig eine Reihe von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen arbeitslos, die im Herbst eine Berufsausbildung, eine weiterführende oder ein Studium beginnen“.

Der Bestand an offenen Stellen ist im Landkreis Mühldorf leicht angewachsen. Mit 567 an der Zahl waren es um 17 Stellen (drei Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres konnten 27 Stellen (fünf Prozent) mehr im Bestand gezählt werden. 198 Stellenangebote wurden im Berichtsmonat neu gemeldet. Dies sind acht (vier Prozent) weniger als im Vormonat und 37 (16 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Stellenangebote kamen überwiegend aus dem verarbeitenden Gewerbe, der Dienstleistungsbranche sowie den Gesundheits- und Sozialwesen.

Die Agenturchefin erläutert zum Stellenmarkt: „Die Stellenzugänge sind im Juli leicht zurückgegangen, die Bestände leicht gestiegen. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust, jedoch verliert er im Vergleich zum Vorjahr langsam an Dynamik. Die Arbeitgeber melden weniger Stellen, die Fluktuation in den Betrieben geht etwas zurück. Eine spürbare Abschwächung der Konjunktur lässt sich auf dem regionalen Arbeitsmarkt aber aktuell nicht feststellen. In einigen Branchen können vakante Stellen für Fachkräfte nach wie vor nicht ohne Weiteres besetzt werden.“ Jutta Müller appelliert an die Betriebe, vermehrt alternative Wege zur Mitarbeitergewinnung in Betracht zu ziehen: „Unternehmen sind gut beraten, auch älteren Arbeitnehmern, Personen mit formal geringerer Qualifizierung oder Menschen mit Handicap eine Chance zu geben. Diese Menschen stellen ein Potential dar, dem mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf mehr Aufmerksamkeit zukommen muss.“

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Pfarrkirchen

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