Agentur für Arbeit Traunstein

Zahlen bewegen sich auf Gleichstand zum Januar

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Landkreis/Traunstein - Wie erwartet bewegt sich die Arbeitslosenquote vom Februar auf einem Gleichstand gegenüber dem Vormonat Januar. Die Agentur veröffentlichte die neuesten Zahlen:

Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein betrug im Februar 4,5 Prozent. Ein Gleichstand gegenüber Vormonat Januar und dem Vorjahresmonat. Die Landkreisquoten im Einzelnen: Traunstein 4,0 Prozent, Altötting 4,2 Prozent, Berchtesgadener Land 5,7 Prozent und Mühldorf 4,8 Prozent. 11.748 Menschen sind aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen, das sind 52 mehr als im vergangenen Monat und 275 mehr als im Februar 2013, wobei sich die Quote nicht geändert hat.

Unter den 11.748 Menschen sind 1225 Jüngere unter 25 Jahren, das sind 56 oder 4,8 Prozent mehr als im Januar. Die isolierte Arbeitslosenquote bei dieser Altersgruppe liegt aktuell bei 3,7 Prozent, in der Untergruppe der 15 - 20 Jährigen liegt sie bei 1,7 Prozent. In beiden Gruppen ist ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zu Januar zu beschreiben. „Darunter sind erfahrungsgemäß auch Ausbildungsabbrecher“, erläutert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein. „Wir wissen, dass nicht jeder Abbruch heißt, dass dieser junge Mensch nicht mehr an Ausbildung interessiert ist.

Vielmehr wird in den meisten Fällen sofort nach einer Anschlussausbildung oder einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme gesucht. Das unterstützen wir nach Kräften und appellieren an die jungen Leute, die in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen wollen, sich sorgfältig bei uns beraten zu lassen und die eigenen Fähigkeiten kritisch zu prüfen. Eine Berufsentscheidung nur nach „Neigung“ ist gewagt“, appelliert Müller abschließend.

Bei den Langzeitarbeitslosen, die schon länger als ein Jahr auf der Suche sind, unterscheidet sich die Anzahl um plus 2 im Vormonatsvergleich, aktuell sind noch 2 399 Menschen in dieser Situation. 2 756 Menschen konnten sich im Februar aus Arbeitslosigkeit abmelden. Das sind 65 mehr als im Januar und 39 mehr als im Februar des Vorjahres. Darunter waren 1 105 Abmeldungen in Erwerbstätigkeit, 386 davon nahmen eine Ausbildung oder Qualifizierung auf, 1 100 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab und 65 gaben sonstige Gründe an oder machten keine Angabe.

Mit 2 797 Menschen ist seit drei Jahren der geringste Zugang in einem Februar zu verzeichnen; hiervon kamen 52,9 Prozent, das sind 1 480 Menschen aus Erwerbstätigkeit, 457 aus Ausbildung oder Qualifizierung und 796 aus Nichterwerbstätigkeit. Aktuell sind 2 208 Stellen im Bestand, ein leichter Anstieg gegenüber Januar um 75 und gegenüber Vorjahresmonat um 55 Angebote das entspricht 2,6 Prozent. Im Februar sind 951 Stellen neu gemeldet worden, eine Zunahme um 8,4 Prozent oder 74 Stellen im Vorjahresvergleich. Im Januar waren es noch 298 Angebote weniger.

Landkreis Traunstein

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein beträgt im Februar 4,0 Prozent, das ist um einen Prozentpunkt niedriger als im Januar. Im Februar 2013 lag sie ebenfalls bei diesem Wert. 3 635 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 96 Menschen mehr als vor einem Jahr und entspricht einem Anstieg um 2,7 Prozent. Im Vormonatsvergleich sind es 13 Menschen oder 0,4 Prozent weniger. 35,8 Prozent oder 1 300 Menschen sind älter als 50 Jahre, verglichen mit Januar sind dies 14 Menschen weniger, im Vorjahresmonat waren es 58 weniger.

653 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen, eine Zahl, die im Vorjahresvergleich um 49 gestiegen, im Vergleich zu Januar um 7 niedriger ist. 357 Menschen sind jünger als 25 Jahre, ein Anstieg um 17 zum Vormonat und eine Abnahme um 33 junge Menschen zum Vorjahresmonat. 901 Neumeldungen wurden in Traunstein registriert, das sind 739 weniger als im Januar, ein deutliches Anzeichen für den überschrittenen Saisonhöchststand. Auch im Vorjahresvergleich ist der Zugang um 10,7 Prozent geringer. Das sind 108 Menschen, weniger. 542 Neumeldungen kamen aus Erwerbstätigkeit, 128 haben eine Ausbildung oder Qualifizierung beendet und 209 meldeten sich aus Nichterwerbstätigkeit arbeitslos. 908 Abmeldungen wurden gezählt, ein Rückgang gegenüber Januar von 64. Hiervon gingen 387 Menschen in Erwerbstätigkeit, 113 begannen eine Ausbildung und 353 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab.

Geteilt nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: Von den 3 635 arbeitslos Gemeldeten zählen 2 335 Menschen zu den Kunden der Agentur für Arbeit (SGB III) und 1 300 zu den Kunden des Jobcenters (SGB II). Im Arbeitgeberservice waren im Februar 833 Stellenangebote registriert, gegenüber Januar sind das 60 Angebote mehr. Darunter sind 295 Angebote aus dem Bereich Produktion und Fertigung, 158 aus dem Bereich kaufmännische Dienstleistungen und 126 Angebote aus den sozialen und Gesundheitsberufen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 16 Stellen mehr.

Landkreis Altötting

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im Februar4,2 Prozent, ein Gleichstand gegenüber Januar. 2 490 Menschen waren im Februar arbeitslos gemeldet das sind 21 Menschen weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich waren es 115 Menschen weniger, als die Quote bei 4,4 Prozent lag. Darunter sind 251 (Vormonat 255) Jüngere unter 25 Jahren und 48 (Vormonat 44) unter 20 Jahren. Im Februar 2013 waren es noch 43 Menschen mehr in der Altersgruppe 15-25 Jahre; das entspricht einer Senkung um 14,6 Prozent. 886 Menschen sind älter als 50 Jahre, das sind 27 mehr als im Februar des Vorjahres und 18 weniger als im Januar. 7,9 Prozent der Gesamtheit sind schwerbehinderte Menschen. Mit 196 in dieser Gruppe ist ein leichter Rückgang gegenüber Januar um fünf zu zählen.

Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen ist mit 597 im Vorjahresvergleich um 64 Menschen gestiegen, der Februarwert zeigt 10 weniger. 559 Neumeldungen stehen 585 Abmeldungen gegenüber. Hiervon konnten 219 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden. 95 nahmen eine Ausbildung oder Qualifizierung auf und 229 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Getrennt nach Rechtskreisen gehören 1 393 (Vormonat 1 447) Menschen zu den Kunden der Agentur für Arbeit (SGB III) und 1 097 (Vormonat 1 064) sind Kunden des Jobcenters (SGB II). 398 Stellen sind im aktuellen Bestand, 30 mehr als im Januar und 78 mehr als im Februar 2013, das ist ein Anstieg um 24,4 Prozent. 200 Angebote, das sind 69 mehr als im Vormonat, wurden neu aufgenommen. Die größten Anteile an den Stellenangeboten haben Gesundheits- und Sozialwesen mit 26, verarbeitendes Gewerbe mit 50 und sonstige Dienstleistungen mit 138, darunter 102 Angebote von Unternehmen der Zeitarbeit.

Landkreis Berchtesgadener Land

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Berchtesgadener Land beträgt im Februar 5,7 Prozent, das sind 2 771 Menschen, 22 mehr als im Januar und 140 mehr als im Vorjahresvergleich, als die Quote noch bei 5,5 Prozent lag. Getrennt nach Rechtskreisen gehören 1 830 Menschen zu den Kunden der Agentur für Arbeit (SGB III) und 941 Kunden zum Jobcenter das das SGB II umsetzt. Unter den 2 771 Menschen sind 301 jüngere unter 25 Jahren, darunter 41 unter 20 Jahre. Im Januar waren es noch 16 bzw. 4 junge Menschen weniger. Im Februar 2013 waren es 20 weniger. 943 Menschen sind älter als 50 Jahre, ein leichter Rückgang um 13 verglichen mit Januar und ein ebenso leichter Anstieg um 14 im Vorjahresvergleich. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Landkreis Berchtesgadener Land im Jahresvergleich um 33,1 Prozent bzw. 112 Menschen gestiegen, das heißt, 450 Menschen sind aktuell davon betroffen, länger als ein Jahr auf der Suche nach einer Arbeitsstelle zu sein.

Der Anteil an der Grundgesamtheit beträgt 16,2 Prozent. 632 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, gegenüber 696 im Vormonat. Darunter waren 451 Kunden der Agentur (SGB III) und 181 Kunden des Jobcenters (SGB II). Insgesamt 299 Menschen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, 85 gingen in Ausbildung oder Qualifizierung, 219 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab und 29 gaben sonstige Gründe an oder machten hierzu keine Angabe. 650 Neumeldungen sind zu notieren, das sind 676 weniger oder minus 51 Prozent verglichen mit Januar. 501 Stellen, ein Rückgang um 58, waren im Bestand, hiervon 234 neue Angebote. Im Vergleich zu Januar sind das 73 mehr und im Vormonatsvergleich 45 Stellenzugänge mehr. Die größten Anteile am Bestand haben Stellenangebote aus dem Handel (79), Dienstleistungssektor mit Zeitarbeit (59), Gesundheits- und Sozialberufe (67).

Landkreis Mühldorf

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf liegt im Februar bei 4,8 Prozent. 2 852 Menschen waren gemeldet, 64 mehr als im Vormonat und 154 mehr als im Vorjahresvergleich, als die Quote noch bei 4,6 Prozent lag. Die Altersgruppen teilen sich im Februar wie folgt auf: 316 jüngere unter 25 Jahren, darunter 54 unter 20 Jahren, gegenüber 289 im Vormonat und 318 im Vorjahresmonat. Das bedeutet in dieser Altersgruppe eine Steigerung im Monatsvergleich um 9,3 Prozent. Unter den 2 852 sind 951 Menschen zwischen 50 und 65 Jahren. Das sind 14 mehr als im Januar und 101, das sind 11,9 Prozent mehr als im Februar des Vorjahres. Diese Gruppe bildet 33,3 Prozent der Gesamtheit. 233 arbeitslose schwerbehinderte Menschen im Landkreis Mühldorf bilden 8,2 Prozent aller Gemeldeten. Hier sind es zwei weniger als im Januar und 27 mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. 631 Menschen konnten im Februar ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 124 mehr als im Januar, eine Steigerung um 24,5 Prozent. Darunter waren 405 Kunden der Agentur (SGB III) und 226 Kunden des Jobcenters (SGB II). Hiervon gingen 200 in Erwerbstätigkeit, 93 in Ausbildung, 299 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab und 39 machten hierzu keine Angabe.

687 Menschen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos. Hiervon kamen 275 aus Erwerbstätigkeit, das entspricht 40,0 Prozent. Im Vormonat waren es bei der Gesamtheit an Neumeldungen von 1 001 Menschen 695 aus Erwerbstätigkeit, das entspricht 69,4 Prozent. Hier wird die saisonale Ausprägung deutlich. 136 Menschen kamen aus Ausbildung und Qualifizierung. 258 kamen aus Nichterwerbstätigkeit und 18 gaben sonstige Gründe an. 476 Stellenangebote sind im aktuellen Bestand, hiervon 208 neu aufgenommene. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 29 Stellen mehr, im Januar waren es 43 weniger. Unter den 208 neuen Angeboten sind 16 aus dem verarbeitenden Gewerbe, im Gesamtbestand sind es 64 in diesem Bereich. Im Dienstleistungssektor gibt es 73 neue Angebote, darunter 66 von Zeitarbeitsunternehmen. Im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen sind 23 neue Stellenangebote aufgenommen worden; der Bestand in diesen Berufen beträgt aktuell 84 Stellen.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Trauntein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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