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TV-Hersteller in Schieflage

Loewe-Mitarbeiter bangen vor Betriebsversammlung um Jobs

Wenige Jahre nach einer schweren Krise steckt Loewe erneut in finanziellen Schwierigkeiten. Foto: Marcus Führer
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Wenige Jahre nach einer schweren Krise steckt Loewe erneut in finanziellen Schwierigkeiten. Foto: Marcus Führer

Kronach (dpa) - Wie geht es weiter für die rund 500 Beschäftigten des in Schieflage geratenen Fernsehherstellers Loewe? Der Vorstand will ihnen darüber auf einer Betriebsversammlung am Firmensitz im oberfränkischen Kronach Auskunft geben.

Arbeitnehmervertreter bestätigten entsprechende Medienberichte. Das Unternehmen hatte Anfang Mai ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» zufolge steht eine Verlagerung der Produktion ins Ausland im Raum sowie der Abbau eines Großteils der Stellen am Firmensitz.

«Es liegen mehrere Optionen vor, die mit unserem Betriebsrat zur Zeit verhandelt werden», teilte Geschäftsführer Ralf Vogt am Montag auf Anfrage mit. «Es ist aber richtig, dass es bei Loewe zu größeren Einschnitten kommen kann, solange das Unternehmen ohne neuen Investor agieren muss.» Das Unternehmen stehe mit einer Reihe potenzieller Investoren in Kontakt.

«Loewe bleibt ein deutsches Unternehmen und die Produkte werden weiterhin in Deutschland konzipiert und entwickelt», betonte Vogt. Das gelte insbesondere für Softwareentwicklung, Qualitätswesen, Kundenservice, Vertrieb und Marketing sowie die Fertigung von High End OLED Fernsehgeräten. Die Produktionsverlagerung weiterer Fernsehgerätelinien sei indes eine Option.

Die Verantwortung für das Unternehmen liegt während des Insolvenzverfahrens weiter in den Händen des bestehenden Managements. Das Unternehmen steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Mehrere Zulieferer hatten zwischenzeitlich ihre Lieferungen eingestellt. Seit vergangener Woche seien sie aber wieder aufgenommen, hieß es aus Unternehmenskreisen.

Loewe - 1923 gegründet - war ein Pionier der Fernsehtechnik, hat jedoch seit langem mit der übermächtigen Konkurrenz aus Südkorea, Japan und China zu kämpfen.

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