M+E-Industrie: Optimismus ungebrochen

Rosenheim - Der konjunkturelle Aufholprozess in der Metall- und Elektroindustrie in Südost-Bayern kommt gut voran. Die Stimmung in den Unternehmen ist gut, sie gehen mit Optimismus ins neue Jahr.

Das ist das Ergebnis der halbjährlichen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm unter ihren Mitgliedsbetrieben in Südost-Bayern.

Professor Dr. Dr. h. c. Anton Kathrein, Vorsitzender der bayme vbm Region Südost-Bayern: „Die M+E-Industrie in der Region holt auf, ist aber noch nicht auf Vorkrisenniveau. Wir erwarten, dass wir zum Jahresende 2011 wieder dort sein werden, wo wir vor Beginn der Rezession waren. Das ist aber kein Selbstläufer. Das Tempo des Aufholprozesses wird sich verlangsamen. Die Entwicklung ist nicht ohne Risiken und wird durch neue Volatilitäten, beispielsweise beim Wechselkurs oder bei den Rohstoffpreisen, geprägt sein.“

In der Umfrage bezeichnen 68 Prozent der Betriebe das gegenwärtige Inlandsgeschäft als gut, nur fünf Prozent als schlecht. Das aktuelle Exportgeschäft wird noch besser bewertet. Hier kommen gut 70 Prozent der Betriebe zu einem positiven Urteil, knapp sechs Prozent zu einem negativen.

Für das erste Halbjahr 2011 bleiben die M+E-Unternehmen in Südost-Bayern optimistisch. Knapp 71 Prozent erwarten eine Verbesserung des Inlandsgeschäfts, 5,9 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. Bezüglich des Auslandsgeschäfts rechnet nur ein gutes Drittel der Unternehmen mit einer weiteren Belebung, die überwiegende Mehrheit, knapp 58 Prozent, erwartet, dass sich das Auslandsgeschäft im ersten Halbjahr 2011 auf hohem Niveau stabilisiert.

Angesichts der positiven Erwartungen sind auch die Produktions- und Investitionspläne der Unternehmen in Südost-Bayern verhalten expansiv. 35 Prozent der Betriebe wollen die Produktion ausweiten, der Rest plant, sie auf dem bisherigen Niveau aufrechtzuerhalten. Bei den Investitionen planen knapp 59 Prozent der Firmen eine Expansion, auch hier will der Rest den bisherigen Stand halten.

Die Umfrage signalisiert einen deutlichen Beschäftigungsanstieg. Knapp 58 Prozent der Firmen wollen in der ersten Jahreshälfte zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, fünf Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen. Kathrein: „Seit Beginn der Umfrage vor zehn Jahren gab es noch nie so positive Beschäftigungspläne. Wir rechnen damit, dass im kommenden Jahr gut 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der bayerischen M+E-Industrie entstehen, 5.000 davon in Oberbayern. Ein kleiner Teil davon wird auch auf Südost-Bayern entfallen.“

Pressemitteilung der ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e.V.

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