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Branche: noch keine Trendwende

Mehr Nachfrage bei Windstromauktion

Windräder drehen sich hinter den Häusern von Krummensee im brandenburgischen Landkreis Barnim. Foto: Soeren Stache/zb/dpa
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Windräder drehen sich hinter den Häusern von Krummensee im brandenburgischen Landkreis Barnim. Foto: Soeren Stache/zb/dpa

Bonn (dpa) - Für den fast zum Erliegen gekommenen Ausbau der Windenergie an Land in Deutschland gibt es einen Lichtblick. Erstmals seit mehr als einem Jahr war bei einer Auktion für die EEG-Förderung die Nachfrage wieder größer als das Angebot.

Die Bundesnetzagentur hatte zum 1. Dezember eine Gesamtleistung von 500.000 Kilowatt Windstrom ausgeschrieben. Eingegangen seien 76 Gebote im Umfang von knapp 686.000 Kilowatt, teilte die Netzagentur mit. Einen Zuschlag hätten 56 Projekte bekommen. Gefördert wird der Strom mit durchschnittlich 6,11 Cent pro Kilowattstunde aus dem EEG.

Zuletzt war im August 2018 bei einer Auktion für Land-Windstrom die Nachfrage größer als das Angebot - allerdings nur ganz knapp. Seitdem waren die Ausschreibungen massiv unterzeichnet, für bis zu zwei Drittel der ausgeschriebenen Strommenge fanden sich keine Interessenten. Ob sich aus den Ergebnissen der Dezember-Auktion «eine Trendwende für die Windenergie an Land schlussfolgern lässt, muss sich jedoch noch zeigen», kommentierte die Netzagentur die neue Zahlen. Ein weiterer Ausbau der Windkraft an Land gilt als notwendig, damit Deutschland die Klimaziele schaffen kann.

Der Bundesverband Windenergie sprach von einem versöhnlichen Ergebnis der Dezember-Ausschreibung, das «Hoffnung für eine Stabilisierung des deutschen Windmarkts im Jahr 2020 machen» sollte. Es gebe aber längst noch keine Entwarnung. Die Branche befinde sich weiterhin massiv unter Druck. Bei der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier angekündigten Straffung der Genehmigungsverfahren gebe es noch keine nennenswerten Fortschritte. Auch der Stadtwerkeverband VKU warnte: Aus den Dezember-Zahlen lasse «sich noch kein Trend ableiten».

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