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Metro-Chef Cordes steigt aus - Kurseinbruch

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Eckhard Cordes

Düsseldorf - Die Führungskrise beim größten deutschen Handelskonzern Metro hat zu einem Kurseinbruch geführt. Die Metro-Stammaktie fiel am Montagvormittag an der Börse zeitweise um fast sieben Prozent auf 31,00 Euro.

Sie war damit das Schlusslicht im Leitindex Dax. Börsianer verwiesen in erster Linie auf die übliche Unsicherheit beim Abgang eines Vorstandschefs und die damit verbundene Befürchtung eines drohenden Machtvakuums. Zudem sorgten sich Anleger über womöglich schlechte Zahlen. Andere vermuteten auch Gewinnmitnahmen, nachdem die Metro-Stammaktie in den vergangenen drei Handelstagen um zeitweise mehr als zehn Prozent gestiegen waren.

Metro-Vorstandschef Eckhard Cordes hatte am Sonntag überraschend bekanntgegeben, dass er für eine Verlängerung seines bis Ende Oktober 2012 laufenden Vertrages nicht mehr zur Verfügung stehe. Durch die Vorkommnisse der vergangenen Wochen sei er zu dem Schluss gekommen, dass eine vertrauensvolle Basis für einen Verbleib an der Spitze der Metro AG nicht mehr gegeben sei. Unklar blieb dabei aber, wann genau Cordes den Düsseldorfer Konzern verlassen wird. Außerdem wurde auch noch kein Nachfolger für den 60 Jahre alten Spitzenmanager genannt.

Die Führungskrise bei Metro schwelt seit Wochen. Der Großaktionär Haniel ließ lange Zeit Gerüchte unkommentiert, dass Cordes gehen soll. Haniel und der andere wichtige Großaktionär Schmidt-Ruthenbeck sprachen sich dann zwar gemeinsam für eine weitergehende Zusammenarbeit mit Cordes aus. Laut “Handelsblatt“ (Montag) gelang es Haniel schließlich aber nicht, die nötige Mehrheit im Aufsichtsrat für eine Vertragsverlängerung zu organisieren. l

“Ein neuer Chef muss schnell gefunden werden“, sagte Analyst Bernd Müll von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Ansonsten könne es zu Unsicherheit über die künftige Strategie von Metro kommen. Zuvor hatten Aktionärsschützer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) bereits eine zügige Klärung gefordert.

dpa

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