Milliardengewinn für die Deutsche Bank

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Vorstandschef Josef Ackermann freut sich über einen erneuten Milliardengewinn bei der Deutschen Bank.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Bank hat das zweite Quartal in Folge einen Milliardengewinn eingefahren. Der Gewinn beträgt 1,1 Milliarden Euro nach Steuern.

Die Deutsche Bank hat dank ihres Investmentbankings auch im zweiten Quartal einen Milliardengewinn geschafft. Von April bis Juni 2009 verdiente die mit Abstand größte deutsche Bank unter dem Strich 1,1 Milliarden Euro, wie die Deutsche Bank am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Im ersten Halbjahr lag der Gewinn bei 2,3 Milliarden Euro und kletterte damit deutlich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den ersten sechs Monaten 2008 hatte die Deutsche Bank noch 504 Millionen Euro Gewinn erzielt. Im Gesamtjahr 2008 war sie im Sog der internationalen Finanzkrise allerdings in die roten Zahlen gerutscht.

Die Bankenbranche und die weltweiten Finanzmärkte hätten sich weiter stabilisiert, sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann laut Mitteilung. Er sprach von einem zufriedenstellenden Ergebnis, wollte für die kommenden sechs Monate aber keine genaue Prognose für den Geschäftsverlauf abgeben. “Der Ausblick für das verbleibende Jahr 2009 hängt stark davon ab, wie es mit der Entwicklung der globalen Wirtschaft weitergeht.“ Die Deutsche Bank sei aber gut gerüstet.

Die höchsten Manager-Abfindungen

Die höchsten Manager-Abfindungen
Andreas Kley. Posten: Finanzchef der Siemens-Kraftwerkssparte. Abgang: 2004. Abfindung: 1,7 Millionen Euro. © AP
Die höchsten Manager-Abfindungen
Thorsten Grenz. Posten: Chef des Telekommunikations-Unternehmens Mobilcom. Abgang: 2005. Abfindung: 2,45 Millionen Euro. © dpa
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Kai-Uwe Ricke. Posten: Chef der Telekom. Abgang: 2006. Abfindung: 2,5 Millionen Euro © AP
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Jürgen Sengera. Posten: West LB -Chef. Abgang: 2003. Abfindung: 3,25 Millionen Euro. © dpa
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Ulrich Schumacher. Posten: Chef des Chipherstellers Infineon. Abgang: 2004: Abfindung: 5,25 Millionen Euro. © dpa
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Klaus Lederer. Posten: Chef von Babcock-Borsig (Maschinenbau- und Energietechnikkonzern). Abgang: 2002. Abfindung: 6 Millionen Euro. (Zahlte die Babcock-Tochter Howaldtswerke Deutsche Werft) © dpa
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Klaus Kleinfeld. Posten: Siemens-Chef. Abgang: 2007. Abfindung: 6,1 Millionen Euro. © dpa
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Udo Stark. Posten: Chef des Immobilienkonzerns Agiv. Abgang: 2000. Abfindung: 6,4 Millionen Euro. © dpa
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Hubertus Erlen. Posten: Chef des Pharmakonzerns Schering. Abgang: 2006. Abfindung: 6,6 Millionen Euro. © dpa
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Thomas Holtrop: Posten: T-Online-Chef. Abgang: 2004. Abfindung: 7 Millionen Euro. © AP
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Bernd Pischetsrieder. Posten: BMW -Chef. Abgang: 1999. Abfindung: 7,5 Millionen Euro. © dpa
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Utz Claassen. Posten: Chef des Energie-Riesen EnBW. Abgang: 2007. Abfindung: 8 Millionen Euro. © dpa
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Werner Seifert. Posten: Vorstandschef der Deutschen Börse. Abgang: 2005. Abfindung: 10 Millionen Euro. © dpa
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Wolfgang Urban. Posten: Karstadt-Chef. Abgang: 2004. Abfindung: 10 Millionen Euro. © dpa
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Ron Sommer . Posten: Telekom-Chef (brachte die Telekom-Aktie an die Börse). Abgang: 2002. Abfindung: 11,6 Millionen Euro. © dpa
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Harry Roels. Posten: Chef des Energiekonzerns RWE. Abgang: 2007. Abfindung: 12 Millionen Euro. © dpa
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Holger Härter . Posten: Porsche-Finanzchef. Abgang: 2009. Abfindung: 12,5 Millionen Euro. © dpa
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Kajo Neukirchen. Posten: Chef des Anlagenbauers MG Technologies. Abgang: 2003. Abfindung: 13,2 Millionen Euro. © AP
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Mark Wössner. Posten: Bertelsmann-Chef. Abgang: 2000. Abfindung: 15 Millionen Euro. © dpa
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Dieter Ammer. Posten: Chef bei der Brauerei Beck und Co. Abgang: 2003. Abfindung: 15 Millionen Euro. © dpa
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Clemens Börsig. Posten: Finanzchef der Deutschen Bank. Abgang: 2006. Abfindung: 17 Millionen Euro. © dpa
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Hans-Joachim Körber. Posten: Chef der Metro AG. Abgang: 2007. Abfindung: 19,3 Millionen Euro. (Körber bekam keine Abfindung im eigentlichen Sinn. Das G eld erhielt er aus der Fortzahlung seiner Vergütung und über Rentenansprüche). © dpa
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Klaus Zumwinkel. Posten: Chef der Postbank. Abgang: 2009. Abfindung: 20 Millionen Euro © dpa
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Thomas Middelhoff. Posten: Chef bei Bertelsmann. Abgang: 2002. Abfindung: 25 Millionen Euro. © dpa
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Klaus Esser. Posten: Chef des Telekommunikations-Unternehmens Mannesmann (wurde von Vodafone übernommen). Abgang: 2000. Abfindung: 30 Millionen Euro. © dpa
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Wendelin Wiedeking. Posten: Chef von Porsche . Abgang: 2009. Abfindung: 50 Millionen Euro, von der die Hälfte in eine soziale Stiftung geht. © dpa
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Robert „Bob“ Eaton. Posten: Chef von Chrysler . Abgang: 2000. Abfindung: 60 Millionen Euro. © AP
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Frank Newman. Posten: Chef der US-Bank Bankers Trust (wurde von der Deutschen Bank übernommen). Abgang: 1999. Abfindung: 85 Millionen Euro. © AP
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Bruce Karatz. Posten: Chef des Baukonzerns KB Home. Abgang: 2006. Abfindung: 175 Millionen Dollar. © AP
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Richard Grasso: Posten: Chef der New Yorker Börse „New York Stock Exchange“. Abgang: 2003. Abfindung: 187 Millionen Dollar. © AP
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Robert Nardelli. Posten: Chef der US-Baumarktkette Home Depot. Abgang: 2007. Abfindung: 210 Millionen Dollar. © AP
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Hank McKinnell. Posten: Chef des US-Pharmariesens Pfizer (stellt Viagra her). Abgang: 2006. Abfindung: 213 Millionen Dollar. © AP
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Lee Raymond. Posten: Chef des Öl-Multis Exxon Mobil. Abfindung: 351 Millionen Dollar. © AP

Getragen wurde der Gewinn auch im zweiten Quartal vor allem von der Sparte Investmentbanking. Das Privatkundengeschäft schwächelte dagegen. Die Bank baut in ihrem Geschäftsmodell besonders auf diese zwei Segmente.

Das oft kritisierte Renditeziel von 25 Prozent des Eigenkapitals vor Steuern verfehlte das Institut im zweiten Quartal mit 16 Prozent deutlich. Grund dafür waren unter anderem eine erhöhte Vorsorge für Kreditausfälle und einige Sonderbelastungen. Im ersten Quartal hatte die Bank die selbstgesteckte Kennzahl noch erreicht. Kritiker warfen Ackermann daraufhin vor, mit überzogenen Renditeerwartungen eine zu große Risikobereitschaft in der Bankenbranche zu schüren.

Das erste Halbjahr war für die Deutsche Bank geprägt von zahlreichen Sondereffekten, die sich in der Summe negativ niederschlugen. Belastungen von 1,4 Milliarden Euro standen positive Effekte von 758 Millionen Euro gegenüber. So kostete beispielsweise die Einigung in einem Rechtsstreit mit dem US-Unternehmen Huntsman allein 316 Millionen Euro. Dagegen brachte der Verkauf von Industriebeteiligungen 132 Millionen Euro ein. Die Deutsche Bank veräußerte ihre verbliebenen Anteile an dem Industriegase- Spezialisten Linde und reduzierte ihre Anteile am Autohersteller Daimler.

Zurückgegangen ist die Zahl der weltweiten Mitarbeiter. Im zweiten Quartal lag sie bei 78 896, im Vorquartal waren es noch 80 277. In Deutschland blieb die Mitarbeiterzahl mit rund 28 000 stabil.

Vertrag von Ackermann verlängert

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank hat den Vertrag von Vorstandschef Josef Ackermann (61) um drei Jahre verlängert. Das teilte das Unternehmen mit. Die Vertragsverlängerung war bereits Ende April angekündigt worden. Eigentlich wollte der Schweizer die größte deutsche Bank mit Auslaufen seines Vertrags zur Hauptversammlung 2010 verlassen. Nun bleibt er nach der Entscheidung des Aufsichtsgremiums bis zur Hauptversammlung 2013. Ackermann ist seit 1996 Vorstandsmitglied der Deutschen Bank. 2006 übernahm er den Chefposten.

dpa

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