Falsch beraten?

Millionen-Klage von Drogerieunternehmer gegen Schweizer Bank

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Das Geldhaus hatte erreichen wollen, dass der Streit vor einem Gericht in der Schweiz ausgetragen wird. Foto: David Young

Ulm (dpa) - Nach einem jahrelangen juristischen Tauziehen beginnt heute vor dem Landgericht Ulm die Verhandlung zur Millionen-Klage des Drogerieunternehmers Erwin Müller gegen die Schweizer Bank J. Safra Sarasin. Der 84-Jährige fordert laut Gerichtsangaben von der in Basel ansässigen Bank rund 45 Millionen Euro Schadenersatz.

Müller, dessen internationale Drogerie-Handelskette ihren Hauptsitz in Ulm hat, klagt als Privatmann. Er machte geltend, seine frühere Hausbank habe ihn beim Erwerb von Fondsanteilen, die sich später als wertlos erwiesen, falsch beraten. Die Bank hat das bestritten, wollte sich aber auf Anfrage vor der Verhandlung in Ulm nicht erneut äußern.

Das Geldhaus hatte erreichen wollen, dass der Streit vor einem Gericht in der Schweiz ausgetragen wird. Die Vorsitzende Richterin am Ulmer Landgericht, Julia Böllert, entschied jedoch 2014, dass Müllers Klage dort verhandelt werden kann. Eine Beschwerde Sarasins wies der Bundesgerichtshof 2015 ab.

Am Montag will das Landgericht - erneut unter Vorsitz Böllerts - zunächst erörtern, ob ein Zahlungsanspruch des Klägers besteht. Müller ist vom Gericht aufgefordert worden, dafür persönlich zu erscheinen. Zeugen und Sachverständige sind noch nicht geladen.

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