Konzern wehrt sich

Illegale Absprachen: Millionenstrafe für Deutsche Bahn

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Berlin - Weil ihnen vorgeworfen wird, den Wettbewerb eingeschränkt zu haben, müssen Deutsche Bahn und das spanische Pendant Renfe nun Strafen in Millionenhöhe zahlen.

Die Deutsche Bahn und ihr spanischer Konkurrent Renfe sollen in Spanien eine millionenschwere Kartellstrafe zahlen. Die spanische Wettbewerbsbehörde CNMC verhängte laut einer Mitteilung eine Strafe von 10,5 Millionen Euro gegen die Deutsche Bahn, Renfe soll 65 Millionen Euro zahlen. 

Nach Auffassung der Behörde hatten die Eisenbahnkonzerne illegale Absprachen im Frachtgeschäft getroffen. Die Deutsche Bahn und Renfe hätten dafür gesorgt, dass ihre jeweiligen Tochterfirmen einander als "bevorzugte Kunden und Auftragsnehmer" behandelt hätten, obwohl sie eigentlich in Konkurrenz zueinander stehen sollten, erklärte die CNMC." Diese Praktiken haben den Handel zwischen mehreren EU-Staaten beeinflusst und den Wettbewerbsdruck eingeschränkt", kritisierte die Behörde. 

„Unverhältnismäßig und ungerecht“

Den Angaben zufolge haben die beiden Konzerne zusammen einen Marktanteil von 80 Prozent beim Güterverkehr auf der Schiene in Spanien. Beim Transport von Autoteilen und Produkten der Stahlindustrie teilen sie demnach den Markt sogar komplett unter sich auf.

Die Deutsche Bahn wies die Vorwürfe auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP "mit Nachdruck" zurück. Es würden "mögliche Rechtsmittel" gegen die Entscheidung der Kartellbehörde geprüft. Renfe kündigte bereits an, sich gerichtlich zu wehren. Die verhängte Strafe sei "unverhältnismäßig" und "ungerecht". Die Vorwürfe der Behörde beträfen das Jahr 2008 - in der Zwischenzeit seien die kritisierten Praktiken abgestellt worden.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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