Moody's stuft Russlands Bonität auf eine Stufe über Ramsch herab

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Moody's hat die Kreditwürdigkeit Russlands herabgestuft. Foto: Andrew Gombert/Archiv

New York/London (dpa) - Als letzte große Ratingagentur hat Moody's die Kreditwürdigkeit Russlands herabgestuft. Die Bonität werde nur noch mit "Baa3" bewertet - eine Stufe über dem sogenannten "Ramsch"-Niveau, teilte die US-Agentur mit.

Ab diesem Bereich gelten Anleihen als spekulativ, weshalb viele Investoren auf ein Engagement verzichten. Eine weitere Abstufung wurde von der Agentur angedroht. Zur Begründung hieß es, dass der spürbare Ölpreisverfall und die Verwerfungen am Devisenmarkt die ohnehin unterdurchschnittlichen mittelfristigen Wachstumsperspektiven weiter beschädigten. Das Land wird derzeit bei den anderen beiden großen Ratingagenturen jeweils mit "BBB-" bewertet.

Gut eine Woche vor der Parlamentswahl senkte zudem die US-Agentur Fitch den Ausblick für Griechenland von "stabil" auf "negativ". Damit wird eine Abstufung der Kreditwürdigkeit, die mit "B" bereits im spekulativen Bereich liegt, wahrscheinlicher. Die derzeitige Phase politischer Unsicherheit habe die Risiken für die griechische Kreditwürdigkeit verstärkt, hieß es zur Begründung.

In einer weiteren Mitteilung bestätigte Fitch die Top-Bonität "AAA" für Deutschland. Der Ausblick ist "stabil", damit sei zunächst nicht mit Änderungen zu rechnen.

Mitteilung Fitch

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