Familienunternehmen

Kompetenzzentrum für Wirtschaftsstrafrecht & Compliance

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Dr. André Große Vorholt, in München verantwortlicher Partner der Luther  Rechtsanwaltsgesellschaft.

Mehr als 20 Rechtsanwälte arbeiten für die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft in München und bieten – sehr oft im Austausch mit den Kollegen aus den übrigen deutschen und internationalen Büros – integrierte wirtschaftsrechtliche Beratungsleistungen an.

Es gibt das Büro zwar schon seit Beginn des neuen Jahrtausends, aber so richtig Fahrt aufgenommen hat die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft in der bayerischen Landeshauptstadt erst 2007. Damals stieß aus dem Mannheimer Büro Dr. André Große Vorholt als neuer Standortleiter hinzu. „In diesem Zuge haben wir den Standort neu ausgerichtet und uns dazu entschlossen, neben den typischen wirtschaftsrechtlichen Beratungsleistungen einer Wirtschaftskanzlei auch Spezialdisziplinen zu verankern“, sagt André Große Vorholt, der bis heute für Luther das Münchner Büro mit seinen mehr als 20 Berufsträgern verantwortet. Seitdem kamen neue Partner mit ihren Teams zur Kanzlei, so zum Beispiel die Spezialisten für Unternehmenskauf Dr. Andreas Kloyer von Sibeth und Thomas Krempl von Taylor Wessing sowie Peter Fabry im Steuerrecht von Rölfs Partner (heute Baker Tilly Rölfs).

Eine Ausprägung der Fokussierung auf Spezialdisziplinen ist die jährlich durch den Münchner Partner Reinhard Willemsen ins Leben gerufene Restrukturierungskonferenz, die sich – nunmehr im vierten Jahr – als Fixpunkt etabliert hat. Nachdem im Jahr 2014 die Restrukturierung von Mittelstandanleihen eines der Hauptthemen war, wurden in diesem Jahr auch die Rolle von Know-how Investoren aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

Eine tragende Säule des Spezialangebotes ist der Bereich Wirtschaftsstrafrecht und Compliance, wofür Luther in München ein eigenes nationales Kompetenzzentrum geschaffen hat. Die Rechtsanwälte um André Große Vorholt, der auch für diese Praxisgruppe zuständig ist, übernehmen Individualverteidigungen und Unternehmensvertretungen und stehen ihren Mandanten bei internen Untersuchungen zur Seite. Die Bandbreite von möglichen Handlungen mit strafrechtlicher Relevanz ist nämlich groß, sie reichen von Steuerverstößen und Korruptionsvorwürfen bis hin zu Verstößen gegen das Urheberrecht, Insolvenzdelikten und Untreue. „Auch Kartell- und Wettbewerbsrecht spielt eine große Rolle in diesem Bereich. Deshalb bieten wir Compliance-Beratungen, interne Compliance-Richtlinien,Compliance-Schulungen und vor allem interne Intersuchungen regelmäßig als ‚Paketlösung‘ mit den Kartellrechtsteams der Kanzlei an“, erläutert der Münchner Partner. Die Wirtschaftsstrafrechtler beraten und koordinieren wirtschaftsstrafrechtliche und Compliance-Mandate von der Karlstraße aus, die immer wieder auch eine internationale Relevanz besitzen. Insgesamt verfügt Luther über eines der größten auf Wirtschaftsstrafrecht spezialisierten Teams innerhalb von Großkanzleien, wie die Kanzlei mitteilt.

„Aufgrund dieser Spezialausrichtung werden wir immer wieder von international tätigen, börsennotierten Unternehmen herangezogen und bearbeiten damit auch Mandate, die weit über unseren Schwerpunkt in der Beratung großer mittelständischer Familienunternehmen hinausgehen“, sagt André Große Vorholt, der auch darauf hinweist, dass seine Praxisgruppe für Wirtschaftsstrafrecht und Compliance immer wieder auch von den gesellschafts- und transaktionsrechtlich aktiven Kollegen herangezogen wird. So überprüfen die Spezialisten häufig bei Unternehmenskäufen, -fusionen und -verkäufen während der Due Diligence – also der Prüfung eines Unternehmens hinsichtlich für einen Kauf oder eine Fusion relevanter Gesichtspunkte wie Finanzen, Strategie etc. – innenliegende Risiken, wozu vor allem die Korruption gehört.

Apropos Familienunternehmen: Diese sind traditionell bei der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft sehr stark vertreten.  Im Zuge der Förderung des Instituts für Familienunternehmen an der WHU bringt sich die Kanzlei auch aktiv in die Familienunternehmen-Forschung ein.  Durch dieses Bekenntnis zu diesem Unternehmenstypus ist Lutherbei solchen Mandanten fest verankert. In München beispielsweise bestehen bereits jahrelang andauernde, stabile Mandatsbeziehungen in den regionalen gehobenen Mittelstand hinein – darunter viele Weltmarktführer und Hidden Champions –, der sich von den Luther-Rechtsanwälten klassisch wirtschaftsrechtlich beraten lässt.

Dazu gehören sowohl das gesamte Geschäft im Bereich Corporate/M&A und Steuern, aber auch im Arbeitsrecht, Handels- und Vertriebsrecht sowie Restrukturierungen. „Wir bieten unsere Leistungen integriert an und wollen den Mandanten immer den Spezialisten liefern, den sie für ihre Fragestellung benötigen“, sagt André Große Vorholt. Bei Luther arbeiteten die Praxisgruppen vernetzt, und so sei es durchaus möglich, dass ein Düsseldorfer Energierechtler nach München geholt wird, um dort den entsprechenden federführenden Partner bei einem Deal zu unterstützen. „So halten wir immer das beste Experten-Know-how vor und nutzen die Kompetenzen der übrigen Büros zum bestmöglichen Mandantenerfolg.“

Gleichzeitig betont der Standortleiter aber auch, dass die Kanzlei regelmäßig auch in Ausschreibungen um beispielsweise gesellschaftsrechtliche Mandate auf Konzernebene aktiv und erfolgreich sei. „Wir kommen dann bei internationalen Deals zum Zug, die vielleicht eher kleineres bis mittleres Volumen haben, aber dennoch hochkomplex sind.“

Von Patrick Peters

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