Nestlé verändert die Rezeptur 

Werden KitKat, Smarties und Lion bald anders schmecken? 

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London - Nestlé hat nun angekündigt bis 2018 auf 7500 Tonnen Zucker bei der Produktion seiner Schokoriegel zu verzichten. 

Die Menge bedeutet umgerechnet, dass das Schweizer Unternehmen rund zehn Prozent Zucker einsparen will. Das scheint auch dringend nötig zu sein, denn schon mit einem KitKat-Riegel erreicht man fast die von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlene Zucker-Tagesmenge (25 Gramm) 

Die Zucker-Reduktion soll eine Maßnahme gegen den steigenden Anteil von Übergewichtigen auf den britischen Inseln sein. Damit kommt der Nahrungsmittelkonzern wohl einer Sanktion durch die Regierung zuvor, denn London denkt über die Einführung einer "Zucker-Steuer" nach - mit derselben Absicht. 

Bald weniger süß?

Bleibt nur die Frage, ob sich dann der Geschmack der Schokoriegel unweigerlich verändern wird, sie also weniger süß schmecken werden?

Hier weiß der "The Guardian" mehr: Nestlé werde demnach nicht auf künstliche Zuckerarten zurückgreifen. Stattdessen sollen die Riegel mit höheren Mengen der übrigen Zutaten aufgefüllt werden. 

Offenbar plant Nestlé außerdem einen simplen zweiten Trick, um den Geschmack nicht zu sehr zu verändern: Die Größe der Riegel könnte sich verkleinern. Die einfache Rechnung: Kleinere Schokoriegel können auch weniger Zucker vertragen. 

Gegenüber dem Guardian teilte der Konzern mit: "Die 10-Prozent-Reduktion entspricht nicht einem Eins-zu-eins-Tausch von Zucker für eine andere Zutat". Es werde verschiedene Wege geben, um dies zu erreichen, so das Unternehmen. 

Vielleicht gibt es aber eine noch ganz andere Lösung: Schon im Dezember 2016 berichtet "The Guardian", dass Nestlé mit Wissenschaftlern einen Weg entwickelt hätte, Zucker anders zu strukturieren - ohne beim Geschmackserlebnis Einbußen zu haben. 

Man darf also gespannt sein, was Nestlé bald auf den Markt bringen wird. Vielleicht dann auch bei uns in Deutschland...

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