Neuer BASF-Chef Bock setzt auf Schwellenländer

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Der neue BASF-Chef Kurt Bock setzt auf Schwellenländer.

Ludwigshafen - Unter dem neuen Vorstandschefs Kurt Bock will der weltgrößte Chemiekonzern BASF der Konkurrenz davon laufen. Vom wachsenden Bedarf an Nahrungsmitteln, Energie und Mobilität in den Schwellenländern erhofft man ein gutes Geschäft.

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will sich von Schuldenkrise und wachsenden Konjunktursorgen nicht bremsen lassen. Der neue Konzernchef Kurt Bock präsentierte am Dienstag in Ludwigshafen ehrgeizige Ziele für die kommenden Jahre. Bis 2020 soll der Umsatz demnach von zuletzt 63,9 Milliarden auf rund 115 Milliarden Euro steigen. Bock, der seit Mai an der Spitze der Konzerns steht, schraubte damit das Ziel seines Vorgängers Jürgen Hambrecht weiter nach oben. Vor allem vom Wachstum der Weltbevölkerung verspricht sich die BASF gute Geschäfte.

Bock verwies auf den steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln, Energie und Mobilität: “Davon kann die Chemie profitieren und die BASF an aller erster Stelle.“ Das erwartete Wachstum werde sich deshalb vor allem in den Schwellenländern wie China und Brasilien vollziehen, mehr als ein Drittel der Investitionen soll in den kommenden Jahren dorthin fließen.

Europa werde seine Schuldenproblematik in den Griff bekommen und es werde auch hier weiter Industriewachstum geben, sagte Bock voraus. Der Konzern setzt dabei unter anderem auf den Ausbau erneuerbarer Energien und Elektromobilität; so will die BASF die Entwicklung von Materialien für Windanlagen und leistungsstarke Elektroauto-Batterien vorantreiben.

Die BASF will ihre Erlöse jährlich im Schnitt um sechs Prozent steigern - und damit weiter zwei Prozentpunkte stärker als die globale Chemieproduktion wachsen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll sich sogar auf rund 23 Milliarden Euro verdoppeln. Auch die Aktionäre sollen vom Geschäftserfolg profitieren: Finanz-Vorstand Hans-Ulrich Engel stellte ein erneutes Aktienrückkaufprogramm in Aussicht, über das aber Aufsichtsrat und Hauptversammlung noch entscheiden müssten.

Der Finanz-Vorstand kündigte zugleich ein neues Sparprogramm an, das bis Ende 2015 eine Milliarde Euro einbringen soll. Dabei gehe es aber nicht um die Reduzierung von Arbeitsplätzen, sondern um Prozessoptimierungen, sagte Engel. Derzeit zählt die BASF weltweit mehr als 111.000 Beschäftigte.

dpa

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