Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Vom 31. August bis 2. September

Russland stoppt Gasversorgung bei Nord Stream erneut: Ukraine bietet nun Ersatz an

Nord Stream 1 -
+
Gazprom kündigt eine dreitägige Abschaltung der Gas-Pipeline Nord Stream 1 ab Ende August an.

Russland dreht abermals den Gashahn zu. Am 31. August unterbricht Gazprom die Lieferungen über die Pipeline Nord Stream 1.

Update vom 19. August, 08.40 Uhr: Wegen des kommenden kurzen Lieferstopps für russisches Gas durch die Ostsee bietet die Ukraine ihre Pipelines als Ersatz an. „Die Kapazitäten des ukrainischen Gastransportsystems und der Route durch Polen sind mehr als ausreichend, um die Erfüllung der Lieferverpflichtungen von russischem Gas in europäische Länder sicherzustellen“, teilte der Betreiber des ukrainischen Gasleitungsnetzes in Kiew mit.

Die Alternativroute biete sich „angesichts chronischer Unterbrechungen der Arbeit von Nord Stream 1“ an. Russland ignoriere diese alternative Liefermöglichkeit, hieß es bei dem ukrainischen Betreiber. Es gebe keine sachlichen Gründe für eine Begrenzung der Gaslieferungen in die EU. Gazprom versuche, Druck auf die europäischen Länder auszuüben und sie von ihrer Unterstützung für die Ukraine abzubringen. Trotz des russischen Angriffskrieges erhalten einige Länder, vor allem im Südosten Europas, ihr Gas weiter im Transit durch die Ukraine.

Selenskyj wirft Russland Erpressung vor - „um in Europa Probleme zu schaffen“

Update vom 19. August, 22.40 Uhr: Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, seine Gaspipelines zur Erpressung zu nutzen. „Russland braucht diese Pipelines nur, um in Europa Probleme zu schaffen, nicht um mit Gas zu helfen“, sagte er in Kiew. Je schneller sich die europäischen Staaten unabhängig von russischer Energie machten, desto eher würden sie ruhig durch den Winter kommen.

Ohne FDP-Vize Wolfgang Kubicki zu nennen, sprach Selenskyj zugleich von „absurden Äußerungen“ in Deutschland, Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen. Kubicki hatte am Freitag gefordert, russisches Gas durch die fertige, aber brachliegende Leitung Nord Stream 2 zu beziehen. Dafür gab es auch innerhalb der eigenen Partei Kritik.

Russland stoppt Gasversorgung bei Nord Stream erneut

Erstmeldung vom 19. August: Moskau - Der russische Energieriese Gazprom unterbricht seine Gaslieferungen nach Europa über die Pipeline Nord Stream 1 vom 31. August bis zum 2. September wegen einer „Wartung“. Dies teilte das Unternehmen am Freitag mit. Bereits zuvor hatte Russland seine Gaslieferungen stark gedrosselt. Seit Juni sind die Gaslieferungen aus Russland stark reduziert.

Gazprom gab bekannt, es werde „die einzige Gasverdichterstation Trent 60 drei Tage lang für eine Wartung abgeschaltet“. Auch Techniker von Siemens seien daran beteiligt. Eine Wartung sei „immer nach 1000 Stunden Betrieb erforderlich“.

In der Folge sei der „Gastransport durch die Pipeline Nord Stream drei Tage lang unterbrochen“, hieß es weiter. Danach sollen die Lieferungen laut Gazprom wieder aufgenommen werden. Pro Tag würden dann 33 Millionen Kubikmeter geliefert. Die Entscheidung kommt inmitten steigender Gaspreise und Versorgungsängsten. Eine Reaktion der deutschen Politik stand zunächst aus.

Gaspreis steigt auf Rekordwert - Preis von 257,40 Euro pro Megawattstunde

Als Reaktion auf die Gazprom-Mitteilung erreichte an der Energiebörse in den Niederlanden der als Referenz geltende Terminkontrakt TTF am Abend den Preis von 257,40 Euro pro Megawattstunde – so viel wie noch nie zum Handelsschluss. Schon im Tagesverlauf war der Gaspreis gestiegen.

Analysten erklärten den Preisanstieg unter anderem mit Äußerungen von Netzagenturchef Klaus Müller. Dieser hatte in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview gesagt, die vom Bund verordneten Ziele zur Füllung der Gasspeicher ließen sich kaum erreichen. (as/AFP)

Kommentare