Nürnberger "Abendzeitung" wechselt den Besitzer

Nürnberg - Um dem Blatt in einer schwierigen Phase eine bessere Perspektive zu geben, will die Münchner Abendzeitung ihre Nordausgabe "Nürnberger Abendzeitung" verkaufen.

Die Nürnberger “Abendzeitung“ wechselt den Besitzer. Geschäftsführer Dieter Schmitt bestätigte am Dienstagabend der dpa in München, dass es Verkaufsverhandlungen gebe, äußerte sich jedoch nicht zu dem Käufer. Das Branchenmagazin “Werben und Verkaufen“ (W&V) hatte zuvor berichtet, der Telefonbuchverleger und Radiounternehmer Gunther Oschmann werde die Nordausgabe der Münchner “Abendzeitung“ und das Anzeigenblatt “Frankenreport“ kaufen. Der Verlag wolle “in einer schwierigen Phase dem Titel eine bessere wirtschaftliche Perspektive geben“, begründete Schmitt die Verkaufsverhandlungen. Die Zustimmung des Kartellamtes stehe aber noch aus.

Redaktionell und in der Vermarktung soll die Nürnberger Ausgabe dem Bericht zufolge auch nach der Übernahme mit dem Münchner Stammhaus kooperieren. Damit bleibe etwa die Anzeigenschaltung in beiden Ausgaben weiter erhalten. Oschmann, laut “Werben und Verkaufen“ mit seiner Firma Müller Medien an mehr als 60 regionalen Radio- und TV-Unternehmen beteiligt, will die Nordausgabe der Münchner Boulevardzeitung dem Bericht zufolge stärker als regionales Blatt positionieren. Der Titel “Abendzeitung“ bleibe aber erhalten, auch der Mantel solle weiter von München aus geliefert werden. Die Nürnberger “AZ“-Radiobeteiligungen stünden indes nicht zum Verkauf, hieß es bei der “AZ“. Die Münchner Abendzeitung“ ist im Besitz der Verlegerfamilie Friedmann.

dpa

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