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Günstige Wetterverhältnisse

Ökostrom-Anteil in diesem Jahr bisher bei rund 48 Prozent

Windräder zur Stromerzeugung drehen sich am hinter einem Solarpark. Der Ökostrom-Anteil soll weiter steigen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
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Windräder zur Stromerzeugung drehen sich am hinter einem Solarpark. Der Ökostrom-Anteil soll weiter steigen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Nahezu die Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland wurde in den ersten neun Monaten des Jahres aus erneuerbaren Energien gedeckt. Der Ökostrom-Anteil soll weiter steigen.

Berlin (dpa) - In den ersten neun Monaten des Jahres haben erneuerbare Energien wie Wind- und Solarkraft Experten zufolge knapp 48 Prozent des Stromverbrauches in Deutschland abgedeckt - also fast die Hälfte.

Das waren fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum, wie aus Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervorgeht. Sie liegen der Deutschen Presse-Agentur vor.

Zu verdanken sei dieser Anstieg unter anderem den günstigen Wetterverhältnissen, etwa einem windreichen ersten Quartal und vielen Sonnenstunden, hieß es. Etwa die Hälfte der Steigerung komme aber auch daher, dass der Stromverbrauch in den ersten drei Quartalen - die noch bis Ende September gehen - als Folge der Corona-Pandemie um knapp fünf Prozent gesunken sei. Zeitweise war die Wirtschaft in der Corona-Krise stark heruntergefahren.

2030 soll der Ökostrom-Anteil bei 65 Prozent liegen. Bis dahin sei es noch ein weiter Weg, sagte BDEW-Chefin Kerstin Andreae. Dafür müsse die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die das Bundeskabinett gerade verabschiedet hat, an einigen Stellen nachgeschärft werden. Das Bundeswirtschaftsministerium rechne etwa mit einem kaum veränderten Stromverbrauch im Jahr 2030. «Das ist jedoch nicht realistisch, wenn wir von bis dahin 10 Millionen Elektrofahrzeugen und einem steigenden Strombedarf in Wärmemarkt und Industrie ausgehen.»

ZSW-Vorstandsmitglied Frithjof Staiß mahnte, die Zahlen dürften nicht darüber hinwegtäuschen, «dass noch sehr viel Arbeit vor uns liegt». Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss künftig deutlich schneller gehen, nicht nur in Deutschland, sondern europaweit.

Insgesamt wurden den Angaben zufolge in den ersten drei Quartalen gut 192 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt, 2019 waren es im gleichen Zeitraum 181,9 Milliarden. Den größten Anteil lieferten mit 76 Milliarden kWh Windräder an Land, gefolgt von knapp 46 Milliarden kWh aus Photovoltaik.

© dpa-infocom, dpa:200925-99-703301/2

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