Österreich für deutsche Firmen immer interessanter

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Wien - Immer mehr deutsche Unternehmen setzen auf Österreich als Sprungbrett in den Osten: Die Zahl der Ansiedlungen von deutschen Betrieben im Nachbarland hat im vergangenen Jahr deutlich zugelegt.

Während die Austrian Business Agency (ABA) 2009 noch 53 Betriebe mit deutschen Eigentümern betreute, waren es 2010 schon 83. “Deutsche Unternehmen sehen Österreich immer stärker als Drehscheibe zwischen dem westeuropäischen und dem ost- und südosteuropäischen Raum“, sagte René Siegl, Geschäftsführer der ABA, am Montag der dpa. Die internationalen Firmen bevorzugen dabei die Räume Wien, Nieder- und Oberösterreich. Das Interesse gehe durch alle Sparten - “von Automotive bis in den kreativen Bereich“, sagte Siegl. Ein Schwerpunkt liege jedoch im Bereich IT und bei industrienahen Dienstleistungen.

Umgekehrt wachse auch die Zahl der Unternehmen aus dem ost- und südosteuropäischen Raum, die über Österreich die Annäherung an den westeuropäischen Markt suchen. “Der stärkste Markt ist Russland, dann folgt Ungarn“, sagte Siegl. Insgesamt haben sich 2010 knapp 200 internationale Unternehmen in Österreich angesiedelt und rund 221,1 Millionen Euro investiert. Fast 1400 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Die ABA rechnet für das kommende Jahr mit einem weiteren Anstieg internationaler Betriebsansiedlungen in Österreich. Als Grund nennt Geschäftsführer Siegl die generell spürbare Konjunkturerholung. Die ABA berät im Auftrag des österreichischen Wirtschaftsministeriums internationale Firmen bei der Standortwahl und in arbeitsrechtlichen Fragen.

dpa

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