Combo, Vivaro und Movano

Opel will bei Nutzfahrzeugen angreifen

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Neben einem Transportband mit Koffern präsentiert Opel den Kleintransporter Vivaro, der rund eine Tonne Nutzlast bewegen kann.

Rüsselsheim - Die Modelle Adam und Mokka bescheren dem Autobauer Opel einen steigenden Absatz. Jetzt wollen die Rüsselsheimer auch den Verkauf von Transportern und Kastenwagen kräftig ausbauen.

Nach seiner Modelloffensive bei Pkw will der Autobauer Opel nun auch sein Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen vorantreiben. „Bis 2022 wollen wir unsere Combo-, Vivaro- und Movano-Verkäufe um knapp 80 Prozent erhöhen. Das bedeutet in Stückzahlen von rund 83.000 Fahrzeugen in 2013 auf rund 150.000 Einheiten im Jahr 2022“, sagte Opel-Vertriebsvorstand Peter Christian Küspert der dpa in Frankfurt.

Eine neue europaweite Organisation unter Führung des früheren Chevrolet-Deutschland-Chefs Steffen Raschig soll das Nutzfahrzeuggeschäft in Schwung bringen. Raschig wird sein Amt am 1. Mai antreten und direkt an Küspert berichten.

Modellpalette soll sukzessive überarbeitet werden

Opel und die britische Schwester Vauxhall sind aktuell in mehr als 35 Märkten aktiv. Weitere könnten folgen, sagte Küspert vor der Nutzfahrzeugmesse in Birmingham (29.4. bis 1.5.): „Wir überprüfen zudem einen Markteintritt in weiteren europäischen Ländern und stärken unser Flottengeschäft.“

Zugleich werde die Modellpalette sukzessive überarbeitet. Erste Erfolge seien bereits sichtbar, sagte Küspert: „Im ersten Quartal 2014 haben wir einen Marktanteil am europäischen Nutzfahrzeugmarkt von 3,6 Prozent erzielt, das sind um 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vorjahresquartal.“

Management drückt die Kosten

Gut laufe vor allem der Transporter Vivaro, der 2013 mit einem Segmentanteil von 10 Prozent den besten Wert seit 2005 erzielt habe. Mit der zweiten Vivaro-Generation, die im Sommer auf den Markt kommt, will Küspert die Präsenz von Opel vor allem in osteuropäischen Märkten wie Rumänien und Bulgarien erheblich ausbauen.

Die Adam Opel AG will spätestens 2016 wieder Gewinne schreiben. Helfen sollen neue Modelle und Motoren, gleichzeitig drückt das Management die Kosten. Aktuell belastet die Restrukturierung allerdings noch das Ergebnis. Im ersten Quartal erwirtschaftete General Motors (GM) in Europa trotz Umsatz- und Absatzplus ein Minus von 284 Millionen Dollar (205 Millionen Euro). Mehr als zwei Drittel des Verlusts (200 Millionen Dollar) begründete das Unternehmen mit Restrukturierungskosten vor allem für das Ende der Autofertigung in Bochum zum Jahresende.

dpa

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